Allerlei neue Erkenntnisse

Die letzte Woche ist mit Umzug und Familienbesuch (zum ersten Mal in diesem Jahr wieder volle fünf Tage) irgendwie an mir vorbei gezogen. Ich habe zwar einiges gelesen und einmal sogar ganze zweihundert (!) Seiten Rousseau plus einen Linguistik-Artikel gelesen, aber im Grossen und Ganzen war ich wieder zu abgelenkt, um wirklich etwas zu tun. Dafür habe ich mir wieder einige Gedanken über meine Arbeitsweise und anderes gemacht.

  • Ich muss dringendst an meinem Markier-System arbeiten. Zur Zeit benutze ich fünf verschiedene Farben, die alle eine bestimmte Funktion erfüllen (Titel, Untertitel, wichtige Konzepte/Stichworte, wichtige Literaturverweise, was sonst noch wichtig ist). Auf der einen Seite bedeutet das, dass ich die Struktur des Textes schnell erfassen kann, sofort weiss, ob ich mich in einem Haupt- oder Unterkapitel befinde und z.B. für einen Vortrag (oder – wie zur Zeit der Fall – für die grosse Akzess-Prüfung) die Literaturverweise und wichtige Definitionen schnell finde, weil sie sich vom Rest abheben. Gleichzeitig sind meine Texte aber jetzt mehr bunt als etwas anderes. Und das passt mir gar nicht. Es muss also noch an einem besseren System gearbeitet werden.
  • Ich habe festgestellt, dass ich keine Ahnung habe, wie ich mich an die Gedichte wagen soll. Seit zwei Wochen schleppe ich nun überall, wo ich hingehe, einen Gedichtband von Baudelaire mit mir rum, aus dem ich einige Gedichte für die Leseliste bearbeiten muss. Die Idee wäre ja, dass ich, wenn ich von den längeren Texten müde werde, zur Abwechslung ein kleines Gedicht bearbeiten könnte. Funktioniert aber nicht. Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich Gedichte analysieren muss, nur habe ich irgendwie Angst davor, sie zu schnell zu lesen oder viel zu viel Zeit unnötige Zeit zu investieren.
    Vorschläge für eine geeignete Lesestrategie sind übrigens herzlich willkommen! Ich freue mich immer, mich mit anderen über ihre Erfahrungen auszutauschen (mit ein Grund, warum ich diesen Blog gestartet habe 😉 ).
  • Es wird Zeit, dass ich hier in Zürich meinen Arbeitsplatz einrichte. In der letzten Woche war aus verschiedenen Gründen weder Zeit noch Platz dafür, aber diese Woche soll das unbedingt erledigt werden. Ich habe nämlich festgestellt, dass ich auf dem Bett oder in einem bequemen Sessel sehr schnell dazu tendiere, mich ablenken zu lassen. Am besten lese ich tatsächlich am (Schreib-)Tisch. Letzte Woche musste der Küchentisch herhalten, aber da in der WG-Küche immer mal wieder was los ist, schweife ich auch da gerne ab.
  • Der Lesestapel wird kleiner! Ich hinke zwar meinem Ziel immer noch weit hinterher, aber ich kann auf meinen Listen doch relativ regelmässig etwas abhaken. Das tut gut 🙂
Wie man - vielleicht - erkennen kann, konnte ich schon das eine oder andere abhaken :)

Wie man – vielleicht – erkennen kann, wird die Liste der noch zu lesenden Werke kürzer.

Ich freue mich übrigens sehr über Rückmeldungen! Wenn ihr also hier vorbeigekommen seid, dann scheut euch nicht, mir einen Kommentar zu hinterlassen. Auch Anregungen und Wünsche sind natürlich herzlich willkommen. Ich befinde mich noch mitten in der Lernphase, also bin ich immer froh, zu hören, wie meine Posts ankommen. 🙂

 

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