Bachelorarbeit

Seit der letzten Studiengangsreform an der Uni Zürich (nein, zu diesem Thema lasse ich mich nicht mehr aus, ich habe mich schon genug aufgeregt), müssen wir ja auch an der Philosophischen Fakultät eine Bachelorarbeit schreiben – manche sogar zwei. Die Arbeit in Deutsch ist mir zum Glück erspart geblieben, aber in Französisch muss ich die jetzt noch machen und habe bis Mitte Juni Zeit dafür. Das Thema, das ich mir ausgesucht habe, lautet „Musique et poésie dans Rue Traversière et La Vie errante d’Yves Bonnefoy“. Ja, sie ist auf Französisch und nein, Yves Bonnefoy ist kein Autor, den man unbedingt kennen muss. Ausser vielleicht, man studiert Französisch an der Uni Zürich ;-).

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Schon letztes Semester habe ich ja theoretisch mit dieser Arbeit angefangen. Faktisch habe ich mich aber erst im Januar wirklich hingesetzt, um mal all die Bücher, die ich aus der Bibliothek ausgeliehen hatte, durchzublättern und den einen oder anderen Artikel zu lesen. Und als das Semester dann begonnen hat, ging’s so richtig los. Seitdem sitze ich (fast) täglich in der Bibliothek, um irgendwelche Artikel zum Thema oder zu Yves Bonnefoy (oder noch besser: seine eigenen Essais) zu lesen. Die Primärtexte habe ich inzwischen durch, langsam sollte ich mich also an die Analyse machen können. Leider harzt das noch etwas – moderne Poesie scheint doch nicht so ganz mein Ding zu sein. Aber ich werd‘ mich da schon irgendwie durchbeissen.

Nun ist das Problem, dass der Professor, der meine Arbeit betreut, selber so der Typ ist, der scheinbar hunderte von Büchern aus dem Stehgreif zitieren kann und von Yves Bonnefoy kennt er, so habe ich zumindest das Gefühl, einfach alles. Alles, was er je verfasst hat (und das ist eine ganze Menge) und alles, was je über ihn geschrieben wurde. Selbst das nicht publizierte Zeug. Zudem steht er in persönlichem Kontakt mit Bonnefoy, was ich zum Glück noch nicht wusste, als ich mir das Thema ausgesucht habe, sonst hätte ich wohl aus lauter Angst etwas anderes gemacht. Für mich heisst das aber, dass ich mich, perfektionistisch wie ich bin, fast dazu verpflichtet fühle, so viel wie möglich zu lesen. Ich sauge im Moment alles in mich auf, was ich in die Finger kriege und versuche parallel dazu, eine Struktur für meine Arbeit zu entwickeln. Ersteres klappt relativ gut, letzteres nicht so sehr.

Im Moment ist das Problem in erster Linie, dass ich noch nicht so ganz begriffen habe, worin denn jetzt die Verbindung zwischen „poésie“ nach Bonnefoys Definition und „musique“ überhaupt besteht und insbesondere, welche Einflüsse das letztendlich auf sein Werk hat. Das heisst, ein paar Ideen habe ich schon, aber noch keine Ahnung, wie ich das in eine Arbeit packen und wie ich auf dieser Basis die Primärtexte analysieren soll. Ich arbeite mich also häppchenweise vor und versuche, in dem Ganzen nicht den Blick aufs Ziel zu verlieren. Strategie? Lesen, lesen, lesen. Wenn ich eine Idee habe, in mein hübsches kleines Bachelorarbeit-Heft schreiben. Alle Zitate in einer Citavi-Datei abspeichern (und hoffen, dass ich nichts vergesse). Parallel dazu versuchen, ein Mindmap zu erstellen (klappt nur nicht besonders gut, das Ding ist ziemlich leer). Und den Kopf nicht verlieren. Klappt schon.

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