Wenn (oder bevor) dir alles über den Kopf wächst

Entschuldigt die Funkstille die letzten zwei Wochen – das Semester ist definitiv wieder mal intensiver als ich am Anfang gedacht hätte. Die erste Woche war so gestopft voll, dass ich wirklich absolut gar keine Zeit hatte, um irgendetwas zu erledigen. Entsprechend hinke ich jetzt schon mit den Arbeitsaufträgen hinterher und muss wohl das ganze Wochenende über noch Schule vorbereiten und lesen und überhaupt. Aber inzwischen weiss ich ja zum Glück, was ich tun kann, damit mir das ganze nicht über den Kopf wächst.

  1. Ruhe bewahren. Panik schieben bringt gar nichts. Einmal tief durchatmen und einen Schritt zurück machen.
  2. Überblick schaffen. Meistens bringt es mir schon einiges, wenn ich mir alle Prüfungs- und Abgabetermine in meine Agenda eintrage, sodass ich weiss, wann wie viel ansteht. Zudem habe ich mir dieses Semester einen Wandkalender gebastelt und über meinem Schreibtisch aufgehängt, sodass ich meine Termine jetzt immer im Blick habe.

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  1. Aufgaben in Happen einteilen. Ich bin ja ein ziemlicher To Do-Listen-Fan. Vor allem helfen mir die Dinger dabei, meine Aufgaben in „mundgerechte Häppchen“ aufzuteilen. Und das ist besonders wichtig, wenn man seine Leistungsnachweise alle pünktlich und in guter Qualität abliefern will. Deshalb habe ich damit angefangen, mir eine grosse Liste in Word zu erstellen, wo ich alle Leistungsnachweise für alle Module aufliste und dann gleich kleinere Aufgabenteile daraus mache. Also zum Beispiel stehen dann unter „Referat Geschichte des Deutschunterrichts: Vergleich Lehrinhalte Kanton Thurgau und Kanton Glarus“ (was noch ein sehr vager Begriff ist): – Mail an Deutschlehrerin betreffend Informationen zu Lehrinhalten – Vergleichspunkte festlegen – Fragestellung festlegen – Material sammeln
    Vor allem der letzte Punkt ist ebenfalls noch ziemlich vage, aber diese Liste ist noch nicht abgeschlossen und wird auch nicht ausgedruckt. Sie dient für mich nur dazu, mir zu überlegen, welche kleinen Schritte ich machen muss, um den grossen Sprung zum Referat zu schaffen.
  2. Wochenplan. Ich habe schon letztes Semester mehr oder minder erfolgreich mit Wochenplänen experimentiert. Die letzten zwei Wochen hat es mir vor allem dabei geholfen, herauszufinden, wann ich Zeit habe, um Aufgaben zu erledigen. Manchmal hat man das Gefühl, überhaupt nie Zeit zu haben, aber wenn man dann seine Woche in Halbstundenblöcke aufgeteilt vor sich sieht, dann wird plötzlich klar, dass da eigentlich genügend Zeit für ganz viele Aufgaben ist.

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  1. Routinen schaffen. Routinen brauchen ganz wenig Energie, weil man sie mit der Zeit ganz automatisch erledigt. Zum Beispiel muss ich inzwischen morgens schon gar nicht mehr überlegen, was ich alles noch tun muss, bevor ich aus dem Haus stürmen muss. Die Liste (Wasserflasche füllen, Znüni einpacken, Schlüssel in den Rucksack packen, etc.) ist fix abgespeichert – ich muss mir schon kaum noch was dabei überlegen. Zusätzlich überlege ich mir, damit anzufangen, morgens im Bus jeweils die Französischwörter aus dem Übersetzungskurs zu lernen. Viel Zeit habe ich nicht, aber es reicht aus, um ein paar Wörter zu repetieren. Und weil ich es mir zur Routine gemacht habe, abends vor dem Schlafengehen noch kurz meinen Schreibtisch aufzuräumen, ist dieses Problem auch schon viel kleiner.
  2. Den Alltag nicht vergessen! Für mich ist es dieses Semester ganz neu, dass ich regelmässig selbst einkaufen muss. Es gibt keine Mama mehr, der ich einfach den Auftrag „ein Brot, Nutella, Mandeln, Äpfel“ geben kann. Ich muss das Zeug selbst erledigen. Deshalb binde ich auch Aufgaben wie Einkaufen oder Waschen in meinen Wochenplan ein. Einfach, weil es eben erledigt werden muss.
  3. Bewegung und Freizeit. Selbst wenn ich noch so viel Arbeit habe: Sport und Freunde treffen gehört einfach dazu. Der Montagabend ist bereits fix fürs Volleyball reserviert. Und selbst wenn ich meine Freundinnen jeweils nur einmal pro Woche für eine Stunde sehe, lasse ich mir diese eine Stunde nicht nehmen, denn auch Entspannung und Bewegung gehören dazu. Mir jedenfalls geht es um einiges besser, seit ich mich wieder regelmässig bewege (auch wenn’s manchmal nur die Treppe in den fünften Stock rauf ist).

Ich hoffe, das kann dem einen oder anderen von euch ein wenig dabei helfen, den Kopf über der Wasserlinie zu halten. Ich muss mich jetzt wieder meinem Studium und der Schule widmen.

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