Zeit!

Dieses Semester scheint irgendwie anders zu sein… Wenn ich sonst immer mindestens einen Tag in der Woche hatte, an dem ich mich dem Studium widmen konnte, schaufel ich mir im Moment einzelne Stunden frei, um überhaupt zu etwas zu kommen. Interessanterweise habe ich es bislang aber trotz allem geschafft, fast alles zu erledigen, was erledigt werden musste (wenn auch nicht immer so gewissenhaft, wie es hätte sein können).

Vielleicht war der Fehler ja, mir die Wochenenden verplanen zu lassen, die ich mir eigentlich zum Lernen hatte frei halten wollen. Jedenfalls bin ich unter der Woche jeden Tag von morgens bis abends unterwegs. Der längste Tag dauert von 7:30 Uhr bis 18:00 Uhr. Weil ich dann auch in der Regel noch das Bedürfnis habe, mir etwas zu kochen, wird es oft 20 Uhr, bis ich mich endlich an meinen Schreibtisch setzen und für die Uni arbeiten kann. Ich war ja immer ein Feind von Nachtschichten, aber im Moment sieht es fast so aus, als ob ich auch den Grundsatz über den Haufen werfen müsste. Und weil ich am Montag krank war und nach der Schule direkt wieder in die WG gefahren bin (und da natürlich den ganzen Nachmittag nichts für die Uni gemacht habe), hinke ich mit den Pädagogik-Vorlesungen jetzt auch noch hinterher. Tatsache ist also, dass ich im Moment wirklich, wirklich gut organisieren muss.

In meinem Wochenplan sind deshalb jetzt für alle Aufgaben, die ich habe, spezifische Zeiten eingeplant (also zum Beispiel Mittwochmorgen zwischen den beiden Praktikums-Lektionen: am Didaktik-Leistungsnachweis arbeiten). Eine To Do-Liste trage ich im Moment ständig mit mir herum (ich wünschte mir aber, ich hätte schöneres Papier, um die da drauf zu schreiben) und ich kürze mir im Moment meine Mittagspausen, damit ich dann noch etwas erledigen kann. Leider bin ich trotzdem bereits an dem Punkt angelangt, wo ich meine Aufgaben zum Teil am selben Tag erledige, an dem sie fällig sind – also immer nur an dem arbeite, was gerade jetzt superdringend ist. Das ändert sich hoffentlich bald, wenn meine Schüler ihren Arbeitseinsatz haben und ich den Rest des Novembers und den ganzen Dezember den Montagmorgen frei und Zeit für Prüfungsvorbereitungen habe.

Und dann ist da noch mein ständiges Bedürfnis nach sozialer Interaktion. Fast an jedem Wochenende ist irgendetwas los, am Samstag zum Beispiel ist wieder mal Papiersammlung mit dem Verein angesagt, letztes Wochenende war ich am WWF-Lagerplanungs-Wochenende (jaaa – ich werde nächsten Sommer gleich zwei Lager mitleiten! :-D) und bis zu Weihnachten haben sich schon zwei Familienfeste angekündigt, ein Weihnachtsmarktbesuch steht auf dem Programm, WG-Party ist auch irgendwann und so weiter. Naja, auch das werde ich überleben.

Gleichzeitig ist es natürlich nicht so, dass die Ideen für diesen Blog verebbt wären – nein, ganz im Gegenteil! Es gibt so viele Dinge, über die ich schreiben will, dass ich manchmal wirklich meinen Stundenplan verfluche – und meine Unfähigkeit, nach neun Uhr abends noch etwas sinnvolles zu produzieren. Also habt ein wenig Nachsicht mit mir, wenn ich nicht so regelmässig etwas poste wie ich das gerne hätte.

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2 Gedanken zu „Zeit!

  1. a.herz

    Sieh es einfach positiv: Es ist der erste Schritt zum „Nein-Sagen“ zu Dingen, die auf der Prioritäten-Liste nicht ganz oben stehen. Wünsche dir, gerade jetzt in den etwas beschaulicheren Wintermonaten, Zeit, um auch einmal zur Ruhe zu kommen.

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