Ich glaube, ich habe mich etwas zu laut beklagt…

Fast jedes Mal, wenn ich mich mit ETH-Studenten über die Frage „Prüfungen im Semester oder während den Semesterferien“ unterhalte, komme ich zum Schluss, dass es eigentlich gar nicht so übel wäre, die Prüfungen noch während des Semesters zu haben (weil lernfreie Weihnachten und so), WENN wir dann in den Semesterferien wenigstens schon Infos zum kommenden Semester hätten, sodass wir die vorlesungsfreie Zeit nutzen könnten, um uns aufs nächste Semester vorzubereiten, sodass die ganzen Bücher zum Semesterstart schon gelesen wären. Dieses Semester habe ich mir gesagt, ich schreibe zumindest meine zweisemestrigen Seminararbeiten während den Ferien, dann habe ich zu Semesterbeginn im Februar wenigstens das vom Tisch. Geplant waren halb-entspannte Semesterferien mit dem einen oder anderen Tag, an dem ich mich ausklinken und einfach das lesen kann, was mir gerade Spass macht.

Die Rechnung ist mal wieder nicht aufgegangen. Nicht, dass ich besonders gut im Rechnen wäre (vor allem mit den ganzen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern um mich herum komme ich mir manchmal recht beschränkt vor), aber hier kann ich für einmal echt nichts dafür.

Denn als ich diese Woche nochmals ins Vorlesungsverzeichnis geschaut habe (zum Glück bin ich nach wie vor so ein Streber), waren da doch tatsächlich von zwei Kursen schon Leselisten da (und die haben’s echt in sich) und für ein Seminar muss ich den kompletten Tristan von Gottfried von Strassburg lesen (20’000 Verse. Auf Mittelhochdeutsch) und bis eine Woche vor Semesterstart (sprich Anfang Februar) zwei Seiten mit meiner Version vom verlorengegangenen oder nie geschriebenen Ende abgeben. YAY, Arbeit! Ne ganze Menge! Und dabei hatte ich mich gefreut, mal ein wenig Zeit für mich zu haben und vor allem für meine Schüler, denn die Schule hat ja am Montag auch wieder angefangen. Und im Studiladen musste ich am Dienstag auch ganz spontan noch kurz aushelfen.

Also habe ich fix die Bücher im Studiladen bestellt, gestern schonmal eine unglaublich lange To Do-Liste gebastelt, erstelle im Kopf schonmal einen Wochenplan und arbeite frisch-fröhlich drauflos. Glücklicherweise hat mir mittelhochdeutsche Literatur schon immer Spass gemacht.

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Ein Gedanke zu „Ich glaube, ich habe mich etwas zu laut beklagt…

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