Meine Lieblingsphase

Arbeiten schreiben finde ich ja grundsätzlich toll. Ehrlich. Viel besser als jede Prüfungsvorbereitung und jeder Vortrag. Aber es gibt da diese eine Phase, ungefähr zwei Wochen vor der Abgabe (manchmal auch etwas mehr oder weniger), wo ich am liebsten alles hinschmeissen würde. Die Phase, in der ich kurzzeitig sozial inkompatibel werde (fragt mal meine Eltern, die können ein paar Geschichten dazu erzählen), mein Stresslevel in ungeahnte Höhen steigt und der Schokoladenkonsum in für meine Haut (und den Rest meines Körpers) absolut ungesunde Dimensionen wächst. In Kombination mit einer Reduktion der sportlichen Aktivitäten, versteht sich. Tatsache ist, dass ich gerade mitten in dieser Phase stecke. Die Schokolade ist zwar im Moment noch relativ sicher und ich bin meinen Mitbewohnern auch noch nicht an die Gurgel gegangen. Aber ich bin kurz davor.

Die doofe Proust-Arbeit ist zäher als gedacht, mein ständiges Vor- und Zurückspringen beim Schreiben hat ein Chaos in der Argumentation verursacht und im Moment weiss ich nicht einmal, ob meine Gedankengänge nicht schon von Grund auf unlogisch und unzusammenhängend sind. Das Seiten-Soll habe ich grundsätzlich erreicht: 15 Seiten sollen es mindestens sein, 13 habe ich geschrieben und die Einleitung und das Schlusswort fehlen noch. Das gibt je ca. eine Seite, wenn man also noch die diversen Korrekturen hinzufügt, die noch ein paar Abschnitte mehr einbringen sollten, bin ich gut im Rennen. Wenn denn die Argumentation einigermassen standhält. Tatsache ist aber auch, dass ich im Moment absolut keine Motivation habe. Eigentlich würde ich lieber im Pyjama auf dem Bett liegen und lesen. Oder schreiben. Oder stricken. Oder Serien schauen. Egal, Hauptsache, ich kann die Uni ignorieren. Denn neben der Seminararbeit muss ich in den nächsten zwei Wochen noch einen Vortrag und eine Vorlesungsarbeit fertigbringen, für die ich genauso wenig Motivation habe wie für diese Arbeit. Und nächste Woche fängt die Schule und damit meine Nachhilfekurse wieder an, was heisst, dass ich noch viel weniger Zeit haben werde als gerade jetzt.

Vermutlich dauert es noch ca. zwei Tage, bis der Zeitdruck dann gross genug ist, um die Motivation zurückzubringen. Das hoffe ich jedenfalls, denn ansonsten hätte ich ein ernsthaftes Problem. Aber bis jetzt hat es auch immer geklappt, also warum nicht jetzt auch wieder?

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2 Gedanken zu „Meine Lieblingsphase

  1. Highly Sensitive Person (High Sensation Seeker)

    Hey,

    auch das wird klappen – nichtsdestotrotz habe ich ein schönes Zitat für dich 🙂

    „Wenn du es eilig hast, geh langsam. Wenn du es noch eiliger hast, mach einen Umweg.“ (aus Japan)

    Auch in Stressphasen sollte man auf sich aufpassen – wenn es dir wieder nach Schokolade gelüstet, dann gehe raus und spaziere eine halbe Stunde und schaue dir draußen die schönen Blümchen an oder schaue bewusst zu, wie der Regen vom Himmel fällt und wie schön die Natur doch ist. Danach hast du wieder Kraft – versprochen 🙂

    Liebe Grüße,
    Julia

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    Antwort
    1. studentenkram Autor

      Hey Julia, danke für deine lieben Worte! Ich werde auf jeden Fall darauf achten, mir viel Zeit für mich zu nehmen und den Frühling zu geniessen 🙂 die Arbeiten haben sich bis jetzt immer noch irgendwie geschrieben 😉

      Gefällt 1 Person

      Antwort

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