Archiv des Autors: Melina

Über Melina

26, Studentin der Deutschen und Französischen Sprach- und Literaturwissenschaft.

WG-Leben ist…

… spontanes Tanzen in der Küche zu alten Songs, von denen man normalerweise nicht zugeben würde, dass man sie immer noch gut findet.

… zusammengewürfelte Festessen, weil wir vergessen haben für das seit zwei Wochen angekündigte WG-Essen einzukaufen.

… zusammengewürfelte Festessen, einfach, weil wir gerade alle in der Küche sind und nicht jeder für sich kochen möchte.

… ein verstopfter Abfluss, sodass wir eine Woche lang unser Abwasser kesselweise ins WC spülen.

… am Morgen erstmal das Geschirr, das sich einen ganzen letzten Tag lang angesammelt hat, wegräumen, damit man an die Frühstücksschale kommt, die zuunterst unter vier Töpfen steht.

… abends um neun nochmals aus dem Pyjama steigen, weil man beschlossen hat, noch etwas trinken zu gehen, um die letzten Prüfungen zu feiern.

… bis morgens um vier im Wohnzimmer über Gott und die Welt quatschen.

… drei Runden Beerpong spielen, ohne einen Schluck zu trinken, weil die Jungs Gentlemen sein möchten und einen die Becher nicht mal anfassen lassen.

… etwas widerspenstig die Schimmelkultur aus dem Kühlschrank entfernen und sich dabei fragen, was dieser graue Haufen ursprünglich war.

… den Semesterputz mit dem Kater des Jahres zelebrieren und ihn abends mit Kurierpizza und Bier auf dem Balkon feiern, weil die Küche zu sauber ist, um sie zu benutzen.

… Schlange stehen vor dem Frauenbad, weil alle drei gleichzeitig duschen und Zähneputzen wollen und der Freund der Mitbewohnerin gerade die Dusche blockiert.

… sich gegenseitig beim UNO-Spielen ankreischen, weil man schon wieder eine verdammte +4-Karte bekommen hat.

… abends die Abfallsäcke aus dem fünften Stock in den Container zu werfen versuchen.

… sich beim Munchkin bis um Mitternacht fertigmachen.

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It is done…

Nachdem es hier die letzten Wochen wiedermal sehr ruhig war, kann ich heute endlich berichten: Ich bin fertig. Nicht nur mit den Nerven, sondern vor allem mit meiner Masterarbeit und mit meinen allerletzten Leistungsnachweisen (vorausgesetzt, die werden von den Professoren angenommen). Die Masterarbeit habe ich gestern meinem Professor abgegeben, morgen oder übermorgen steht noch ein Kurzbesuch bei den Student Services an, um die zweite Kopie abzugeben. Und dann muss ich noch eine tour des bibliothèques machen, die fordern jetzt nämlich alle ihre Bücher zurück… ^^‘ Es bleiben noch vier Vorlesungen zu besuchen und dann heisst es hochoffiziell: Tschüss Uni, hallo Leben! Also erstmal reisen. Und Job suchen. Und eine neue Wohnung. Aber erstmal entspannen. Das hab ich mir glaub ich verdient 😉

Liebe Masterarbeit

Man darf seine Masterarbeit toll finden, oder?  – Was dabei herauskommt, wenn man im Zug etwas Zeit hat, seine Gedanken wandern zu lassen.

Liebe MasterarbeitDSC_1836

Ich finde dich toll. Wirklich. Du vereinst alles in dir, was ich an meinem Studium so geliebt habe und immer noch liebe (ausser die Literatur, aber die ist mir als Hobby sowieso lieber). Du hast Französisch, Linguistik, Pädagogik. Du hast Varietätenlinguistik und sprachenpolitische Fragen. Kultur und Landeskunde und überhaupt all diese Dinge, die für mich so oft zu kurz kamen. Nun habe ich endlich die Gelegenheit, mich damit noch einmal auseinanderzusetzen.

Wir hatten einen ziemlich holprigen Start, das muss ich zugeben. Am Anfang war ich völlig begeistert von dir – und dann habe ich dich eine Weile völlig vernachlässigt. Auch danach habe ich es uns oft nicht leicht gemacht. Ich dachte, du wärst letztendlich nicht anders als all die anderen Arbeiten, die mir fast alle zum Schluss grauenhaft auf die Nerven gingen. Ich dachte, auch von dir hätte ich am Ende die Schnauze voll. Aber wie habe ich mich getäuscht! Je näher der Abgabetermin rückt, desto mehr finde ich es schade, mich von dir bald trennen zu müssen, desto mehr wünsche ich mir, etwas mehr Zeit mit dir verbringen zu dürfen und das, was wir uns jetzt aufgebaut haben, noch etwas weiterzuentwickeln. Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit, das hier noch etwas zu verlängern, wer weiss.

Jedenfalls könnte ich mir keinen schöneren Abschluss für mein Studium wünschen. Es wird bittersüss werden, dessen bin ich mir sicher. Deshalb geniesse ich es umso mehr, dass ich mir mit dir einen so wunderbaren Abschluss für diese acht Jahre ausgesucht habe. Auch wenn die letzten paar Wochen chaotisch und manchmal anstrengend waren (und der wohl anstrengendste, wenn auch schönste, Teil vermutlich noch vor mir liegt): Ich geniesse das hier.

Danke, dass du mir erlaubst, nochmals die schönsten Orte meines Studiums zu besuchen. Danke, dass du mir erlaubst, noch einmal neue Plätze zu besuchen und mir neue Horizonte zu erschliessen. Danke, dass du unsere gemeinsame Zeit so angenehm gestaltest.

Ich freue mich auf die letzten Wochen mit dir und hoffe, dass wir einander noch lange in guter Erinnerung behalten werden.

Danke!

Melina

Endspurt!

Nun ist es also so weit: Osterferien. Vor zwei Monaten habe ich mir vorgenommen, in dieser Woche meine Masterarbeit fertigzuschreiben. Die Vorräte sind aufgestockt (Schokolade, Früchte, laktosefreies Joghurt – Herz, was willst du mehr?), das Zimmer (fast) aufgeräumt, alles ist bereit. Nächste Woche sind nur zwei Termine vorgesehen: Ein Konzert am Dienstagabend, das schon seit einem Jahr geplant ist und ein Vorstellungsgespräch am Freitag (ungeplant). Ansonsten sind alle Verpflichtungen gestrichen. Am 22. April 2017 werde ich meine Arbeit an meine beiden Korrekturleserinnen schicken. Spätestens. Bis dahin melde ich mich mal ab, Kontaktaufnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

Meilenstein

98’000 Zeichen war meine Masterarbeit heute lang (ohne Titelseite, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie)! Das sind ungefähr 40 Seiten Text (wobei die Schriftart noch zu viel Platz braucht, das muss ich noch ändern) oder etwas mehr als die Hälfte von dem, was ich schreiben muss. Alle Lehrmittel sind analysiert, jetzt fehlen noch ein paar CDs mit Hörtexten, für die ich dann nochmals nach Bern fahren muss, das Sprachenportfolio und ein paar Einzeldokumente. Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg. Ob ich zu optimistisch bin, wenn ich plane, bis zum Ende der Osterferien die Rohfassung fertig zu haben? Wir werden sehen. Für den Moment bin ich jedenfalls ein kleines bisschen stolz.

WG-Momente

Alle, die schonmal in einer WG gelebt haben, werden es bestätigen können: Einerseits ist das Zusammenleben mit anderen Menschen, ob man sie nun als seine Freunde bezeichnet oder sie eher Fremde sind, manchmal ganz schön anstrengend. Andererseits gibt es aber auch wirklich schöne Momente. So zum Beispiel, wenn sich aus dem zusammengewürfelten Brunch für zwei am Sonntagmorgen eine spontane Küchenparty mit der halben WG entwickelt – einfach nur, weil das Wetter gerade so schön und die Spotify-Playlist so gut ist. Vielleicht nur für eine halbe Stunde, aber die Laune ist trotzdem fürs ganze Wochenende gerettet.

Und was dann?

Da sitzt man nun also, sollte sich mit seiner Masterarbeit beschäftigen, die einem im Nacken sitzt, oder zumindest die Lektionen von nächster Woche vorbereiten, aber da ist diese eine Frage, die sich immer wieder aufdrängt, die immer wieder aufploppt wie die Benachrichtigungsfenster einer Software, die aktualisiert werden müsste: Und was kommt danach?

Acht Jahre lang habe ich mich vor dieser Frage gedrückt, habe immer und immer wieder gesagt: Ich werde Lehrerin. Ja, ich war überzeugt, dass es das richtige ist für mich. Manchmal denke ich jetzt noch, ich wäre an der Schule doch gar nicht so schlecht aufgehoben. Manchmal überkommt es mich dann doch wieder und ich überlege mir, zurück zu meinem alten Plan zu gehen. Wenn ich dann von den Kämpfen um die wenigen Lehrerstellen höre, finde ich meinen Entscheid doch wieder ok.

Aber dann wieder: Und was kommt danach? Wie soll dieser Traumjob denn aussehen? Wo soll er sein? Wie viel von meinen Träumen bin ich bereit, zurückzustellen? Welche Träume sind denn überhaupt noch aktuell? Und wo finde ich vielleicht neue Träume? Bin ich bereit, meinen Traum vom Reisen zurückzustellen?

Die Gedanken drehen und drehen und kommen nicht zur Ruhe. Villeicht fällt mir die richtige Jobbeschreibung ja doch einfach noch in den Schoss

Improving slowly, but improving

So langsam wird der Rhythmus. In der letzten Woche hatte ich im Grunde kaum Zeit, an meiner Masterarbeit zu werkeln, dafür habe ich viel zu viel gearbeitet. Aber ich habe mir nach wochenlangem Frust über meinen 2 kg schweren und 15 Zoll grossen Laptop, der mir immerhin seit vier Jahren treue Dienste leistet und eigentlich immer noch ganz in Form ist, dann doch einen „Kleinen“ zugelegt. 13 Zoll und nur noch 1,3 kg schwer, viel praktischer, um ihn mit mir rumzutragen. Und der Effekt zeigt sich bereits: Diese Woche habe ich fast jeden Tag mindestens für eine oder zwei Stunden an meiner Arbeit geschrieben, obwohl ich – wie gesagt – eigentlich keine Zeit hatte. Die Theorie steht grösstenteils, die Analysen gedeihen und ich komme so langsam richtig in Fahrt. 25 Seiten sind es bis jetzt (60 Seiten ist das Minimum).

Wie weit ich komme, bis die zweite Krise einsetzt, das werden wir noch sehen. Ich hoffe, es ist weit. Denn ich habe nur noch zweieinhalb Monate. Ich darf gar nicht erst daran denken, wie viel Zeit mir bleibt, wenn ich die Zeit zum Korrekturlesen noch wegrechne. Nein, wir lassen das lieber. Jedenfalls werde ich nächste Woche wohl nochmals einen Ausflug nach Bern in die Nationalbibliothek machen müssen (nachdem der letzte ja nur bedingt erfolgreich war), um die Hördateien zu den Lehrbüchern mal anzuhören (da darf dann wohl der grosse Laptop wieder mit) und mich auf die Suche nach Schweizer Akzenten und Dialekten zu machen. Ich hoffe, bis zu den Osterferien kriege ich die Rohversion fertig! Sonst werde ich mich wohl auch zum Club der Nachtschichten-Einleger gesellen müssen. Wir werden sehen.

So macht Masterarbeit Spass

dsc_1710.jpgHeute musste ich für meine Masterarbeit nach Bern in die Nationalbibliothek fahren. Nachdem ich endlich meinen inneren Schweinehund überwunden hatte, der mir sagte, dass nach Bern fahren doof ist, wars dann doch ein toller (Halb)Tagesausflug. In der Nationalbibliothek hat man mir dann allerdings gesagt, dass die Dokumente, die ich brauche, wegen eines Wasserschadens nicht verfügbar sind. Dann eben nicht. Nach erfolgreicher Anmeldung und der Bestätigung, dass ich mir Dokumente auch nach Hause senden lassen kann, habe ich mich noch für eine Stunde in ein Café gesetzt und doch noch ein bisschen an meiner Masterarbeit geschrieben. Dann noch Mittagessen mit einer Freundin und schon wieder zurück nach Zürich. Leider. Denn eigentlich find ich Bern echt eine tolle Stadt!

Ein bisschen was habe ich immerhin geschafft. Die Struktur steht so langsam und der Theorieteil nimmt Form an. Ich komme zwar mit der Analyse der Lehrmittel nicht wirklich vorwärts, neben der Tatsache, dass die mir bereits bekannten Lehrmittel in der NB nicht zugänglich sind (zumindest nicht bis nächsten Montag), bekomme ich auch erst Ende Woche die komplette Liste mit den aktuell verwendeten Lehrmitteln. Aber dann werde ich eben mit allem anderen weitermachen. Zu Hause wartete übrigens noch eine tolle Überraschung auf mich: Mein neuer Laptop ist da! Nachdem mir mein alter vier Jahre lang treue Dienste geleistet hat (und eigentlich immer noch leistet), musste endlich ein leichteres Modell her. Ich werde so oft mit meinem Laptop unterwegs sein und unterwegs schreiben, dass es einfach notwendig wurde. Ich freu mich riesig über den kleinen Kerl. Der grosse darf jetzt getrost zu Hause an der Wärme bleiben, wo ich ihn natürlich weiterhin verwenden werde. Aber für die Uni und die Schule wird mir hoffentlich der Neue genauso gute Dienste leisten.

Semesterstart zum Letzten

Gestern ging es wieder los: das Frühlingssemester. Mein inzwischen 16. (Mensch, bin ich alt geworden) und mein (hoffentlich) letztes. Ich kann fast nicht anders, als ein wenig nostalgisch zu werden angesichts der Tatsache, dass ich beim nächsten Semesterstart, ein inzwischen liebgewonnenes Ereignis im Jahresverlauf, nicht mehr dabei sein werde. Als heute ein Germanistik-Zweitsemester im Studiladen nach den Mittelhochdeutsch-Basiswerken gefragt hat wurde mir auch bewusst, wie lange icg schon hier bin. So sehr ich also dieses letzte Semester geniessen werde, so froh bin ich, dass bald vorbei ist. Der Countdown läuft!