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Alltagssorgen einer Literaturstudentin

Es ist offiziell: Nach gerade mal sieben Monaten im neuen Zimmer quillt mein Bücherregal bereits über. Mag sein, dass es nicht nur an den Büchern liegt, sondern auch am anderen Kram, der da drin noch rumsteht, aber allzu viel Stauraum bietet mein Zimmer nunmal nicht. Spätestens wenn Ende Semester nochmals der eine oder andere Ordner hinzukommt, ist Schluss, ich kriege jetzt schon nicht mehr alle ins Regal. Da hilft wohl nur anbauen. Oder auslagern (ob meine Mitbewohner etwas gegen ein Bücherregal im Wohnzimmer einzuwenden hätten?).

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Abwechslung macht das Leben süss

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, dieses Semester viel mehr an der Uni zu lernen. Ganze drei Wochen habe ich es geschafft, jeden Morgen um sechs (oder sogar halb sechs) aufzustehen und an die Uni zu fahren, vor oder nach der Arbeit und den Vorlesungen in den Begegnungsraum des Deutschen Seminars zu sitzen und für meine Bachelorarbeit zu lesen. Jetzt ist bereits wieder Schluss damit. Schon am Montag hatte ich unglaubliche Mühe, rechtzeitig aufzustehen und meinen Zug zu erwischen und gestern wurde es sogar schon knapp für den acht Uhr-Zug. Also habe ich beschlossen, heute mal wieder zu Hause zu lernen.

Natürlich sind da schon wieder die alten Störfaktoren: einladend aussehende Bücher, die auf dem Tisch liegen, wenn ich mir eine Tasse Tee hole, draussen wird heute eine Mauer betoniert und der Betonmischer (oder was das auch immer ist) macht einen Riesen-Krach, meine Schwester und mein Vater sind heute Morgen auch da und von meinem Kater, der bei diesem wunderbaren Frühlingswetter eh spinnt, will ich gar nicht erst anfangen.

ABER – und jetzt kommt der tolle Teil – für einmal musste ich mich nicht schon um halb sechs aus dem Bett quälen, um um viertel vor acht schon am Schreibtisch zu sitzen, im Gegensatz zum Begegnungsraum hat mein Zimmer ein Fenster mit Aussicht (leider ist es heute etwas dunstig, aber das macht ja nichts), ich habe bereits meine zweite Tasse Tee getrunken und wenn die Arbeiter nicht den ganzen Tag dran sind werde ich wohl am Nachmittag draussen sitzen und arbeiten. UND: Ich kann mich in meine Lieblings-Kuschelhose und Kapuzenpullover werfen.

Morgen werde ich dann wohl trotzdem mal noch einen anderen Arbeitsplatz an der Uni suchen. Die Tendenz zur Ablenkung ist eindeutig kleiner. Aber für heute ist zu Hause auch ganz ok. 🙂

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