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Tipps & Tricks #4: Citavi

Heute möchte ich euch ein Programm vorstellen, von dessen Existenz ich zwar schon seit meinem ersten Semester wusste, das ich aber bislang nicht genutzt habe  – leider. Denn eigentlich ist es eine echt geniale Sache.

Citavi ist ein Programm zur Literaturverwaltung, das aber über das Erstellen von automatischen Bibliographien weit hinausgeht. Grundsätzlich geht es einmal darum, Titel von Büchern und Artikeln, die man für eine Seminararbeit braucht, zu erfassen und daraus dann eine automatische Bibliographie zu erstellen (was bei mir aber leider noch nicht so ganz klappt). Die Titel kann man dann auch problemlos mit den Angaben zum Standort in einer Bibliothek ergänzen, man kann die Titel untereinander verknüpfen, indem man angibt, wenn ein Werk auf ein anderes verweist oder indem man Bücher mit demselben Thema die gleichen Schlagworte zuordnet.

Das ist ja alles praktisch und so, werdet ihr jetzt sagen, aber eigentlich brauche ich dazu doch kein eigenes Programm, das kann ich auch in einem Word-Dokument oder notfalls von Hand erledigen. ABER: Ein typisches Problem, das ich schon seit Studiumsbeginn bei meinen Seminararbeiten hatte, war, dass ich immer extrem viel Zeit damit vergeudet habe, in meinen Notizen nach dem Nachweis für diese oder jene Idee und für dieses oder jenes Zitat zu suchen. Auch das Erstellen der Bibliographie dauerte in der Regel ewig, weil ich ganz bestimmt bis zum Abgabetermin schon ein paar Bücher wieder hatte in die Bibliothek zurückbringen müssen und vergessen hatte, mir die genauen Angaben aufzuschreiben. Ein viel zu grosser Teil der Zeit, die ich zum Schreiben zur Verfügung hatte, ging also für Dinge drauf, die man ganz einfach hätte vermeiden können.

Für meine Bachelorarbeit habe ich jetzt angefangen, alle Werke, die mir praktisch scheinen oder die ich tatsächlich schon konsultiert habe, in einem eigenen Citavi-Projekt anzulegen. Die Titel kann man von Hand anlegen oder direkt aus dem Bibliothekskatalog importieren, was zwar viel Zeit spart, hin und wieder aber auch etwas mühsam ist, weil dann je nachdem zu viele oder zu wenige Informationen vorhanden sind, die man dann doch noch von Hand ergänzen oder löschen muss. Praktisch finde ich aber, dass man die Titel in Kategorien einteilen und so schon von Anfang an die Unterscheidung in Primär- und Sekundärliteratur machen kann. Wenn ich Bücher, die ich auf meiner Liste habe, dann tatsächlich in der Bibliothek holen möchte, kann ich mir einfach eine Literaturliste mit diesen Titeln ausdrucken und brauche nicht noch einmal die Signaturen herauszusuchen.

Wenn ich einen Artikel oder lese, kann ich gleich die jeweiligen Zusammenfassungen und Zitate verknüpft mit dem Titel abspeichern. Wenn man dann alle Notizen und Zitate noch mit Schlagwörtern versieht, kann man dann alle Zitate zu einem bestimmten Thema in einer Liste anzeigen lassen und man muss nicht erst in den Notizen zu allen Texten danach suchen. Oder ich kann mir einfach die Liste mit den Zitaten aus einem bestimmten Text ansehen. Gerade die Möglichkeit, Zitate mit Schlagwörtern zu versehen, finde ich ungemein praktisch. Wenn ich dann zu einem bestimmten Aspekt meiner Arbeit noch einmal nachlesen will, was ich in der gesamten Sekundärliteratur dazu habe, brauche ich dazu nur noch zwei Klicks statt eine mühsam von Hand erstellte Zusammenfassung.

Citavi

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Ich bin mir sicher, dass dieses Programm noch viele andere Funktionen hat, von denen ich bis jetzt einfach noch nichts weiss. Ich habe aber gerade heute eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten mit Citavi entdeckt, die ich mir in einer ruhigen Minute mal ansehen werde.

Wie sind eure Erfahrungen mit Literaturverwaltungsprogrammen? Welche verwendet ihr? Und seid ihr damit zufrieden?

Für die, die Citavi mal ausprobieren möchten: Hier kann man sich eine Gratis-Version mit beschränkten Möglichkeiten downloaden. Informiert euch auch mal bei euch an der Uni, viele Universitäten bieten für einige Programme kostenlose Lizenzen für Studierende an. Für die Uni Zürich kann man diese Lizenzen auf der Seite der Informatikdienste finden.