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Warum auch Altfranzösisch manchmal Spass macht

Oft sind Seminare in alten Sprachen ja eine echte Qual – man versteht nix, die Lebenimg_20160316_211708.jpgswelt dieser Menschen ist uns ungefähr so fern wie Neuseeland und irgendwie will man nicht so recht warm werden (so zumindest habe ich es gehört). Für mich aber überwiegen diese wunderbaren Momente, wo man zum Beispiel bei der Übersetzung von alten Tischsittenbüchern über Abschnitte stolpert, wo über zwölf Verse gepredigt wird, man soll ja nicht zu viel trinken, denn sonst habe man am nächsten Tag einen schweren Kopf und müsse sich grauenhaft seiner Taten schämen. Ausserdem sei es eine Sünde, sich durch den Alkohol in eine allzu gesprächige Stimmung versetzen zu lassen. Von den wunderbaren Abschnitten über übermässiges Essen und die richtige Konversation bei Tisch mal ganz abgesehen.

Hach, manche Probleme haben sich in den letzten 800 Jahren wohl überhaupt nicht geändert ^^

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Tipps & Tricks #1

Schon mehrere Französischdozenten haben mir den Tipp gegeben, ein Heft zu führen, in dem ich Ausdrücke, Satzkonstruktionen, Einleitungssätze etc. aufschreiben kann. Das Prinzip ist einfach: Jedes Mal, wenn ich in einem Artikel eine Konstruktion, einen Ausdruck etc. sehe, der mir gefällt und den ich selber gerne benutzen würde, schreibe ich den in ein Heft (bei mir ist es ein einfaches Notizbuch mit Spiralbindung), wo ich dann bei Bedarf – zum Beispiel, wenn ich eine Seminararbeit schreibe und nach einer eleganten Alternative für meine Standard-Ausdrücke suche – nachsehen kann. Ich persönlich habe die Einträge nicht geordnet, aber man könnte zum Beispiel Einleitungssätze, Abschlusssätze, Einleitungen für Argumente, einzelne Ausdrücke etc. abtrennen. Das macht es einfacher, zu einem bestimmten Bedarf den entsprechenden Ausdruck zu finden. Aber auch so hilft mir dieses Heft, etwas aufmerksamer auf sprachliche Eigenheiten der Autoren zu achten und daraus zu lernen.

Dieser Tipp ist meiner Meinung nach besonders für Fremdsprachenstudenten geeignet, kann aber durchaus von allen Studenten (und Schülern!) angewendet werden, die selbständig Texte schreiben müssen. Das Heft dient dann nicht nur als Referenz, sondern auch ganz einfach als Gedächtnisstütze: Was ich einmal aufgeschrieben habe, vergesse ich nicht mehr so schnell.