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Aufgeben

Es gibt Momente, da muss man sich geschlagen geben. Sieben Jahre lang habe ich jede Arbeit und jeden Zettel abgegeben, der von mir verlangt wurde. Habe notfalls alle Verpflichtungen und Vergnügungen abgesagt, um fertig zu werden. Gestern war es zum ersten Mal so weit, dass ich mich geschlagen geben musste. Eigentlich wäre übermorgen eine Arbeit fällig gewesen, bei der ich eine Prüfung hätte konstruieren sollen. Seit einer Woche versuche ich, in die Arbeit reinzukommen, aber ich schaffe es nicht, ich bin vollkommem blockiert. Heute fahre ich ins Trainingslager, was mir enorm wichtig ist. Gleichzeitig habe ich die Audiofiles von der Dialektologie-Exkursion erhalten, die ich jetzt bis Ende Juli (besser früher) transkribiert haben sollte. Eine Verschnaufpause gibt es nicht.
Nachdem ich eh beschlossen habe, das Lehrdiplom nächsten Sommer nach dem Masterabschluss fürs erste auf Eis zu legen und noch ein wenig ins Ausland zu gehen, habe ich beschlossen, dass es halb so wild ist, wenn ich die Arbeit nicht abgebe. Klar wird es mich so richtig nerven, wenn ich die Vorlesung nochmals besuchen muss, aber wann das sein wird, steht eh noch in den Sternen. Also lass ich es. Ich geb die Arbeit nicht ab.

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Und schon ist die Hälfte des Semesters vorbei…

Jap, richtig gelesen. Es fängt schon wieder mit Prüfungsvorbereitung und allem Drum und Dran an, Leistungsnachweise stehen an und ja – bald ist Weihnachten! Bei meinen Eltern hat es vorgestern zum ersten Mal geschneit und der Schnee ist sogar liegengeblieben. Als ich gestern Abend von Zürich hierhergefahren bin (ein kurzer Zwischenstopp, um ein paar Sachen zu holen), bin ich richtig erschrocken, wie kalt es im Glarnerland ist. Aber die Aussicht auf die verschneiten Berge ist echt super!

Aber nun zurück zur Uni: Ein paar von meinen Leistungsnachweisen habe ich schon hinter mir. Meine drei Vorträge sind geschafft, zwei davon sehr gut und der dritte (für französische Linguistik) war – glaube ich – auch ganz ok. Zumindest habe ich da von einer Mitstudentin ein ganz tolles Kompliment für mein Französisch gekriegt. Das freut natürlich ganz besonders 😉 Ich muss aber auch sagen, dass ich für alle Vorträge tolle Partnerinnen hatte, die sich echt Mühe gegeben haben und für die es überhaupt nicht schlimm war, dass ich hin und wieder nicht so viel Zeit für die Vorbereitung hatte.

Die Zwischenprüfung fürs Übersetzungsmodul ist auch schon gelaufen. Ich muss ja fürs Lehramt einen Sprachkompetenznachweis erbringen (Niveau C2) und in Zürich beinhaltet das eine vierstündige Übersetzungsprüfung. Das Vorbereitungsmodul, das ich dazu gerade absolviere, ist echt gut – auch wenn die Dozentin ein wenig dazu neigt, uns Angst zu machen. Bevor sie die Prüfungsergebnisse bekanntgegeben hat, hat sie uns einen laaangen Vortrag gehalten, weil viele ungenügend waren und sie der Meinung ist, dass diese Leute auf keinen Fall zur Abschlussprüfung bzw. zur definitiven Sprachkompetenzprüfung antreten sollten. Zumindest nicht dieses Semester. Und weil ich ja erst am Anfang meines Masters bin und meinesgleichen offensichtlich eher auf der ungenügenden Seite waren, hatte ich natürlich einen Moment lang Panik, dass meine Pläne jetzt völlig über den Haufen geworfen würden. Aber es war falscher Alarm – ich war gar nicht mal so schlecht 🙂 Also kann es nach Plan weitergehen und am 11. Dezember treten wir zur Abschlussprüfung an. Mal sehen, wie’s wird.

Nächste Woche muss ich den ersten Leistungsnachweis für Pädagogische Psychologie schreiben und am 17. November die Arbeit für Allgemeine Didaktik abgeben. Für Allgemeine Didaktik habe ich noch nicht wirklich angefangen, das steht dieses Wochenende auf dem Programm. Bislang haben mich meine Schüler so sehr auf Trab gehalten, dass ich kaum dazu gekommen bin, etwas für die Uni zu tun. Aber jetzt müssen sie bis zu Weihnachten arbeiten gehen und ich kann mich endlich wieder der Uni widmen!

Langweilig wird mir allerdings nicht – langsam sollte ich anfangen, die Prüfungen für Pädagogische Psychologie und Französische Literatur (Éthique et esthétique dans la littérature moderne – richtig spannend!) vorbereiten. Ich freu mich irgendwie drauf, aber es wird auch ziemlich viel Arbeit. Nächstes Semester muss ich auf jeden Fall darauf achten, dass ich mir mehr Abende frei halte. Das heisst, auch keine Vorlesungen bis um 18 Uhr mehr (wenn es sich vermeiden lässt zumindest) und nur noch einen Abend pro Woche Nachhilfe geben.