Schlagwort-Archive: Lerntechniken

Prüfungsvorbereitung Pädagogik

Es gibt solche Tage – und heute ist so einer – wo ich mich frage, wie ich mit so guten Noten durchs Gymnasium gekommen bin. Gerade versuche ich, mich auf die Prüfung in Pädagogischer Psychologie vorzubereiten und ich habe das Gefühl, meine Lerntechniken sind nirgendwo. Ich versuche gerade, die Leitfragen zur Vorlesung durchzuarbeiten, aber Durchhalten war noch nie meine grosse Stärke und irgendwie habe ich das Gefühl, ich werde so nie rechtzeitig mit der Vorbereitung fertig.

Ausserdem habe ich gestern mal wieder Verena Steiners Buch Lernpower hervorgeholt und wollte im Anschluss natürlich sofort die Memorisierungstechniken, die sie vorschlägt, ausprobieren (Loci-Methode, Schlüsselwort-Methode, Memory Cartoons). Dabei ist mir wieder klar geworden, warum ich mich mit keiner dieser Lerntechniken wirklich anfreunden konnte: Es ist unglaublich anstrengend! Ich habe meine halbe Mittagspause damit verbracht, irgend ein Bild, eine Geschichte oder ein Wort aus den Begriffen Diagnose, Intervention, Prävention, Beratung und Evaluation zu basteln (das sind die Aufgabenbereiche der Pädagogischen Psychologie), aber irgendwie bin ich blockiert, sobald ich so etwas versuche. Es heisst zwar immer, wenn man das ein paar Mal gemacht hat, dann wird es immer einfacher. Mein Problem ist aber, dass ich gar nicht erst zu diesen paar Mal komme, sondern immer gleich am Anfang stehen bleibe.

Ausserdem finde ich es gar nicht so leicht, zu wissen, was ich auswendig können muss. Es heisst immer, wir müssten vor allem Zusammenhänge verstehen und Praxisbeispiele finden können, aber wie sollen wir das tun, wenn wir die Basisbegriffe nicht beherrschen? Und welches sind überhaupt die Basisbegriffe? Mann, Prüfungsvorbereitung ist irgendwie doof, wenn man sie so allein macht. Vielleicht sollte ich mir in Zukunft doch besser wieder Lerngruppen suchen…

Immerhin etwas habe ich in dieser Vorlesung so gemacht, dass ich zufrieden bin mit mir selbst: Meine Notizen. Ich habe mal versucht, etwas kreativer zu sein und eher mit visuellen Elementen zu arbeiten, weil ich sehr gut auf Farben und Formen reagiere (deshalb auch meine Begeisterung für Mind Maps). Und ich glaube, in den meisten Vorlesungen ging das ganz gut. Hier mal zwei kleine Kostproben davon:

wpid-dsc_0488-1.jpg

Gedächtnistypen

Vorlesungsnotizen Piaget

Vorlesungsnotizen Piaget

Jedenfalls werde ich mich jetzt weiterhin mit den Leitfragen beschäftigen. Ich finde das eine gute Möglichkeit, zu überprüfen, ob ich den Inhalt der Vorlesung auch wirklich verstanden habe und Wissenslücken zu entdecken. Vielleicht kann ich dann nächsten Montag in der Fragestunde auch noch die eine oder andere Frage stellen. 🙂

Advertisements