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Wenn (oder bevor) dir alles über den Kopf wächst

Entschuldigt die Funkstille die letzten zwei Wochen – das Semester ist definitiv wieder mal intensiver als ich am Anfang gedacht hätte. Die erste Woche war so gestopft voll, dass ich wirklich absolut gar keine Zeit hatte, um irgendetwas zu erledigen. Entsprechend hinke ich jetzt schon mit den Arbeitsaufträgen hinterher und muss wohl das ganze Wochenende über noch Schule vorbereiten und lesen und überhaupt. Aber inzwischen weiss ich ja zum Glück, was ich tun kann, damit mir das ganze nicht über den Kopf wächst.

  1. Ruhe bewahren. Panik schieben bringt gar nichts. Einmal tief durchatmen und einen Schritt zurück machen.
  2. Überblick schaffen. Meistens bringt es mir schon einiges, wenn ich mir alle Prüfungs- und Abgabetermine in meine Agenda eintrage, sodass ich weiss, wann wie viel ansteht. Zudem habe ich mir dieses Semester einen Wandkalender gebastelt und über meinem Schreibtisch aufgehängt, sodass ich meine Termine jetzt immer im Blick habe.

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  1. Aufgaben in Happen einteilen. Ich bin ja ein ziemlicher To Do-Listen-Fan. Vor allem helfen mir die Dinger dabei, meine Aufgaben in „mundgerechte Häppchen“ aufzuteilen. Und das ist besonders wichtig, wenn man seine Leistungsnachweise alle pünktlich und in guter Qualität abliefern will. Deshalb habe ich damit angefangen, mir eine grosse Liste in Word zu erstellen, wo ich alle Leistungsnachweise für alle Module aufliste und dann gleich kleinere Aufgabenteile daraus mache. Also zum Beispiel stehen dann unter „Referat Geschichte des Deutschunterrichts: Vergleich Lehrinhalte Kanton Thurgau und Kanton Glarus“ (was noch ein sehr vager Begriff ist): – Mail an Deutschlehrerin betreffend Informationen zu Lehrinhalten – Vergleichspunkte festlegen – Fragestellung festlegen – Material sammeln
    Vor allem der letzte Punkt ist ebenfalls noch ziemlich vage, aber diese Liste ist noch nicht abgeschlossen und wird auch nicht ausgedruckt. Sie dient für mich nur dazu, mir zu überlegen, welche kleinen Schritte ich machen muss, um den grossen Sprung zum Referat zu schaffen.
  2. Wochenplan. Ich habe schon letztes Semester mehr oder minder erfolgreich mit Wochenplänen experimentiert. Die letzten zwei Wochen hat es mir vor allem dabei geholfen, herauszufinden, wann ich Zeit habe, um Aufgaben zu erledigen. Manchmal hat man das Gefühl, überhaupt nie Zeit zu haben, aber wenn man dann seine Woche in Halbstundenblöcke aufgeteilt vor sich sieht, dann wird plötzlich klar, dass da eigentlich genügend Zeit für ganz viele Aufgaben ist.

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  1. Routinen schaffen. Routinen brauchen ganz wenig Energie, weil man sie mit der Zeit ganz automatisch erledigt. Zum Beispiel muss ich inzwischen morgens schon gar nicht mehr überlegen, was ich alles noch tun muss, bevor ich aus dem Haus stürmen muss. Die Liste (Wasserflasche füllen, Znüni einpacken, Schlüssel in den Rucksack packen, etc.) ist fix abgespeichert – ich muss mir schon kaum noch was dabei überlegen. Zusätzlich überlege ich mir, damit anzufangen, morgens im Bus jeweils die Französischwörter aus dem Übersetzungskurs zu lernen. Viel Zeit habe ich nicht, aber es reicht aus, um ein paar Wörter zu repetieren. Und weil ich es mir zur Routine gemacht habe, abends vor dem Schlafengehen noch kurz meinen Schreibtisch aufzuräumen, ist dieses Problem auch schon viel kleiner.
  2. Den Alltag nicht vergessen! Für mich ist es dieses Semester ganz neu, dass ich regelmässig selbst einkaufen muss. Es gibt keine Mama mehr, der ich einfach den Auftrag „ein Brot, Nutella, Mandeln, Äpfel“ geben kann. Ich muss das Zeug selbst erledigen. Deshalb binde ich auch Aufgaben wie Einkaufen oder Waschen in meinen Wochenplan ein. Einfach, weil es eben erledigt werden muss.
  3. Bewegung und Freizeit. Selbst wenn ich noch so viel Arbeit habe: Sport und Freunde treffen gehört einfach dazu. Der Montagabend ist bereits fix fürs Volleyball reserviert. Und selbst wenn ich meine Freundinnen jeweils nur einmal pro Woche für eine Stunde sehe, lasse ich mir diese eine Stunde nicht nehmen, denn auch Entspannung und Bewegung gehören dazu. Mir jedenfalls geht es um einiges besser, seit ich mich wieder regelmässig bewege (auch wenn’s manchmal nur die Treppe in den fünften Stock rauf ist).

Ich hoffe, das kann dem einen oder anderen von euch ein wenig dabei helfen, den Kopf über der Wasserlinie zu halten. Ich muss mich jetzt wieder meinem Studium und der Schule widmen.

Semestervorbereitung I: Module gebucht!

Kleines Statusupdate: Heute war Modulbuchung an der Uni. Auch immer wieder so eine tolle Angelegenheit… Facebook quillt dann in der Regel über von Meldungen wie „verdammt, schon wieder in der Warteschlaufe“ und „Wunschmodule ausgebucht“. War heute nicht anders.

Aber nach einem kurzen Schockmoment, weil das eine Modul schon voll war, habe ich jetzt endlich alle Vorlesungen und Seminare buchen können (scheinbar gab’s dann doch noch ein paar Stornos)! YAY! Das Semester kann kommen 🙂

Kreative Chaoten – erster Eindruck

Ich habe euch ja vor kurzem davon berichtet, dass ich bei meinem Vater ein Buch zum Zeitmanagement für sogenannte Kreative Chaoten gefunden habe, das ich in nächster Zeit mal durcharbeiten will. Dieses Wochenende habe ich mich mal drangesetzt und weil ich das Buch irgendwann einmal schon zu lesen angefangen hatte und den Selbsttest auch schonmal spasseshalber durchgearbeitet habe, dachte ich mir, ich fange einfach mal in der Mitte bei den Werkzeugen fürs Zeitmanagement an. Dabei habe ich festgestellt, dass das Ganze doch etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Zunächst einmal: Was sind Kreative Chaoten überhaupt? Cordula Nussbaum nennt so „Rechtshirner“, das heisst Menschen, die eher von ihrer rechten, kreativen, musikalisch-künstlerischen und emotionalen Gehirnhälfte gesteuert sind. Diese Menschen haben oft Mühe, sich zu organisieren, pünktlich zu sein, sie vergessen Aufgaben, weil sie ständig sieben Dinge gleichzeitig machen und haben Mühe, bei der Sache zu bleiben. Nussbaum zeigt in ihrem Buch Wege und Mittel auf, wie sich diese Menschen effektiv organisieren können, ohne dabei auf ihre Kreativität verzichten zu müssen.

Zunächst dachte ich ja: „Kreativer Chaot? Das trifft ja wohl kaum auch mich zu.“ Ich habe mich immer für einen gut organisierten Menschen gehalten, habe in den letzten Jahren gelernt, mich dank meiner Agenda an (fast) alle Termine zu halten und so etwas wie zu spät kommen liegt für mich aus Prinzip nicht drin. Auch Unordnung finde ich etwas grässliches. Aber Tatsache ist ebenfalls, dass ich zwar logisch denken kann, es aber meistens nicht freiwillig tue. Oder wenn ich es versuche und Logik als Leitstern beim Aufräumen benutze, dann finde ich mein Zeug nicht mehr, weil es nicht da ist, wo ich es intuitiv versorgen würde. Ausserdem reicht Ordnung alleine mir als Ansporn nicht, da muss schon mehr für mich rausspringen. Und wenn ich Termine nur mir gegenüber einhalten muss, dann verpasse ich sie meistens. Ich krieg das fast nur hin, wenn ich mich mit jemandem treffe oder jemandem erzähle, dass ich dieses oder jenes bis dann erledigt haben will. Mit ein Grund, warum ich diesen Blog gestartet habe: Ich find’s peinlich, wenn ich zugeben muss, dass ich die Vorsätze, die ich öffentlich gemacht habe, dann doch nicht einhalten kann.

Deshalb habe ich gedacht, dass diese Zeitmanagement-Dinge mir wohl doch etwas nützen könnten, und wenn es nur kleine Schritte sind, die ich vorwärts mache. Folgende Tipps habe ich für mich als Ideen für die nächste Zeit mal herausgesucht:

  •  To Do’s flexibel gestalten: Statt einer fixe To Do-Liste eine Post-it-Sammlung mit den aktuellen Aufgaben machen. An diesen Tipp halte ich mich nur teilweise, da es Aufgaben gibt, die ich tatsächlich in einer ganz bestimmten Woche oder an einem bestimmten Tag erledigt haben muss. Die schreibe ich dann entweder direkt in die To Do-Liste der aktuellen Woche oder sogar in den Kalender beim entsprechenden Tag.
  • Wenn möglich, „Auswärtstermine“ auf einen Tag legen. Das heisst, dass ich versuche, möglichst alle Termine, für die ich aus dem Haus muss oder die mich vom Arbeiten für die Uni abhalten, auf einen Tag zu legen. Ganz einfach und irgendwie wirklich effektiv. So werden weniger Tage auseinander gerissen und ich kann stattdessen auch mal einen ganzen Tag in die Bachelorarbeit investieren.
  • Routinen erleichtern den Alltag: Ich hatte ja mal gesagt, dass ich Routinen nicht so toll finde und es definitiv nicht ausstehen kann, wochenlang am gleichen Ort zu arbeiten. Lustigerweise habe ich aber dieses Semester noch sehr selten das Deutsche Seminar gemieden und habe anderswo gelernt. Tatsächlich habe ich inzwischen das Gefühl, dass es gar nicht so schlecht ist, morgens immer zur gleichen Zeit aufzustehen, an die Uni zu fahren und mich an meinen „angestammten“ Platz zu setzen (der immerhin von Woche zu Woche ändert). Ich muss mich nicht auf einen neuen Ort einstellen und kann in der Regel relativ konzentriert arbeiten, weil ich den Ort und die Leute, die dort ein- und ausgehen schon relativ gut kennen.
  • Jeden Abend den kommenden Tag bzw. jeden Sonntag die kommende Woche planen. Das ist bei mir wohl das grösste Problem. Insbesondere den Ausblick auf die Woche vergesse ich oft und dabei gehen hin und wieder auch wichtige Dinge vergessen, die ich dann extrem kurzfristig noch erledigen muss. Also werde ich in Zukunft versuchen, daraus eine Routine zu machen.

Es gäbe noch einiges mehr, was man allein schon aus dem einen Kapitel herausholen könnte, aber für den Anfang müssen es diese Dinge sein. Wenn ihr Mühe mit der Zeitplanung habt und denkt, ihr könntet Kreative Chaoten sein, kann ich euch das Buch wirklich wärmstens empfehlen! Zum Einstieg könnt ihr sonst auch mal in den Podcast von Cordula Nussbaum reinhören.

Organisiert desorganisiert?

Ich habe einen Trend bei mir festgestellt: Immer wieder versuche ich, mich zu organisieren, mich mittels to do-Listen und Wochenplänen dazu anzuspornen, regelmässig etwas für die Uni zu tun, an alle Leistungsnachweise zu denken, alle Texte immer zu lesen und bei alldem auch Zeit für Sport und andere Freizeitaktivitäten freizuhalten. Das geht dann jeweils auch für ein paar Wochen ziemlich gut, ich habe alles im Griff und vergesse nichts. Aber dann kommt wieder ein Punkt, wo ich feststelle, dass ich Aufgaben vergesse, dass ich nicht so viel Zeit für die wirklich wichtigen Dinge aufwende, sondern plötzlich immer öfter auch denke: „Es ist ok, wenn ich jetzt ein Eis essen gehe/heute mal etwas später in die Bibliothek gehe/diesen Text erst morgen lese. Ich war ja bis jetzt so diszipliniert.“ Naja.

Eine durchgeplante Woche scheint mich immer wieder dazu zu verleiten, auch mal spontan einfach nichts zu tun, weil ich denke, ich hätte mich ja so gut organisiert, dass ich das locker wieder ausgleichen kann. Oder ich fange an, Dinge zu vergessen, weil ich’s mir zwar aufgeschrieben, dann aber nicht mehr in die Agenda geschaut habe. Am Ende hab‘ ich dann trotz oberflächlich sehr guter Organisation einen Riesen-Stress, weil ich plötzlich merke, dass ein Abgabetermin kurz bevorsteht. Kennt ihr das?

Im Grunde ist es also so: Jedes Mal, wenn ich mir ein neues Zeitplan-System ausdenke, eine neue Art, meine Aufgaben zu verwalten, dann geht das eine gewisse Zeit lang gut, aber dann plötzlich höre ich auf, das System zu nutzen oder nutze es nur noch teilweise. Und alles ist wieder wie es war. Ich weiss nicht, ob mich mein Planer (von Filofax, schweineteuer und sollte eigentlich bei dem Preis noch mindestens fünf – nein, zehn – Jahre in Gebrauch sein) schon wieder langweilt oder ob ich mir vielleicht einfach wieder etwas mehr Mühe geben sollte beim Aufschreiben meiner Aufgaben. Vielleicht müsste ich einfach mal wieder die Disziplin haben, jeden Sonntag die nächste Woche wieder sauber durchzuplanen (oder zumindest meine to dos für diese Woche aufschreiben) und dann jeden Morgen die Agenda erstmal hervorzunehmen und mal zu sehen, was der Tag so bringt.

Das Dumme ist nur: Ich hab‘ nur Disziplin, wenn es darum geht, früh aufzustehen. Oder jeden Tag eine warme Mahlzeit zu essen. Oder jeden Tag nicht mehr als zwei Tassen Kaffee zu trinken. Aber wenn’s um Dinge wie Wochenplanung, lesen fürs Studium oder Schokoladenkonsum geht, dann bin ich noch undisziplinierter als eine Horde kleiner Kinder mit Bällen. Weiss auch gar nicht, ob ich daran was ändern will – bis jetzt ist schliesslich immer alles gut gegangen. Ich hab‘ aber bei uns zu Hause ein Buch entdeckt, das mein Vater mir schon vor ein paar Jahren empfohlen hatte und das ich mir vielleicht doch mal zu Gemüte führen sollte: Organisieren Sie noch oder leben Sie schon? Zeitmanagement für kreative Chaoten von Cordula Nussbaum. Klingt zwar arg nach Selbsthilfebuch, aber vielleicht gibt’s da ja ein paar gute Tipps, die mir helfen, in Zukunft etwas länger bei meinem System zu bleiben. Ich lass euch wissen, was dabei rauskommt.

Guten Start in die Woche!

Vorsätze umsetzen: Zeit effektiver nutzen

Schon letztes Semester habe ich den Vorsatz gefasst, meine Zeit besser einzuteilen und effektiver zu nutzen. Heisst konkret: Weniger Leerlaufzeiten, weniger Herumsitzen zwischen den Vorlesungen, weil ich nicht weiss, was ich mit der einen Stunde, die mir noch bleibt, anfangen soll. Mehr Aufgaben sofort erledigen, anstatt sie einfach vor mir herzuschieben. Auf gut Deutsch also: Meinen inneren Schweinehund überlisten und weniger Zeit mit irgendwelchem Quatsch verplempern.

Das heisst natürlich nicht, dass ich letztes Semester jeden Tag von früh bis spät gearbeitet habe und mir keine Freizeit mehr gegönnt habe. Ich habe den Vorsatz auch nicht jeden Tag umsetzen können. Aber ich habe mir ein paar Strategien zurechtgelegt, mir deren Hilfe ich immerhin ein klein wenig effektiver geworden bin.

Ein wichtiger Punkt für mich war, jede freie Minute zu nutzen. Egal, ob das heisst, dass ich etwas für die Uni lese oder schreibe oder ob ich mir Zeit für einen Kaffee mit Freunden nehme. Dafür mache ich mir jede Woche eine To Do-Liste mit allen Texten, die ich jeweils lesen und allen anderen Aufgaben (ob für die Uni oder privat), die ich erledigen muss. Dann sorge ich dafür, dass ich immer mindestens einen der Texte, die ich noch lesen muss, dabei habe. So kann ich im Zug auf dem Weg zur Uni oder nach Hause lesen oder wenn ich mittags eine oder zwei Stunden Zeit habe. Letztes Semester habe ich es so tatsächlich geschafft, fast immer alle Texte gelesen zu haben.
Was mir auch sehr geholfen hat und jetzt noch hilft, ist in Freistunden oder über Mittag in einen Arbeitsraum oder eine Bibliothek zu sitzen. Auch eine Stunde früher anzureisen und schon vor den ersten Seminaren etwas zu erledigen (gilt natürlich nicht, wenn die erste Vorlesung morgens um ach ist 😉 ) hat meist zur Folge, dass ich schon vieles erledigt habe, bevor die Uni überhaupt angefangen hat. Ich arbeite zwar auf Dauer nicht besonders gerne in der Bibliothek, aber es ist doch sehr erstaunlich, was man in einer Stunde alles erledigen kann, wenn man sich morgens einfach mal aufrafft und an die Uni fährt. Wenn ich dann nämlich in der Bibliothek sitze, arbeite ich in der Regel auch.

Die To Do-Liste an sich ist für mich zu einer absolut überlebenswichtige Hilfe im Uni-Alltag geworden. Wenn ich Hausaufgaben habe, schreibe ich die immer auf die Liste und verringere so das Risiko, sie zu vergessen, weil ich diese Liste jeden Tag mindestens ein Mal ansehe. Ausserdem habe ich mir angewöhnt, grosse Aufgaben gleich in die Teilaufgaben herunterzubrechen. Das heisst, wenn ich auf nächste Woche ein Referat vorbereiten muss, dann schreibe ich mir nicht einfach „Referat“ in meine To Do-Liste, sondern schreibe mir Dinge auf wie „Texte lesen“, „Handout machen“, „Präsentation vorbereiten“ etc. Das hilft dabei, mich nicht wie der Esel am Berg zu fühlen und bringt immer wieder kleine Erfolgserlebnisse, wenn ich wieder etwas als erledigt abhaken kann (hey, man muss sich am Kleinen erfreuen 😉 ).

Und zu guter letzt: Freizeit nicht vergessen! Ich habe festgestellt, dass es mir am meisten bringt, wenn ich mich bewusst dafür entscheide, jetzt einfach mal eine Stunde lang nicht zu arbeiten und stattdessen mit einer Freundin einen Kaffee zu trinken (und mich dafür danach auch wirklich an die Arbeit zu machen), anstatt mich zwei Stunden lang mit dem Gedanken zu quälen, dass ich ja schon längst weiterarbeiten sollte, dazu aber schon längst viel zu müde bin. Auch freie Abende oder ganze freie Sonntage dürfen hin und wieder sein. Wenn man sich die Zeit richtig einteilt und immer dranbleibt, verdienen wir uns so etwas auch 🙂

In diesem Sinne, gutes Gelingen auch im neuen Semester!

Lerntipps auf Youtube

Wo kriegt man gute Ideen und Informationen zum Lernen und Studium allgemein her? Diese Frage stelle ich mir in letzter Zeit immer wieder, vor allem aus persönlichem Interesse, aber auch für diesen Blog. Eine gute Quelle, auf die ich schon vor einer Weile gestossen bin, ist der Youtube-Kanal des Long Beach City College. Dort gibt es unter anderem Videos zu Workshops wie „Taking Better Lecture Notes“ oder „Great Ways To Study„. Ich finde, der Dozent hat eine sehr angenehme Art, die Lerntipps rüberzubringen. Und sein Englisch ist meiner Meinung nach sehr gut verständlich, sogar für nur Hollywood-Englisch-Erprobte wie mich. Doppelter Pluspunkt also. Die Videos sind meistens 45 Minuten lang, entsprechen also einer Uni-Lektion. Das ist viel Zeit, ich weiss, und es wird noch viel länger, wenn man, wie ich, hin und wieder auf „Pause“ drückt, um Notizen zu machen (ich wünschte, so einen Knopf gäbe es auch für manche Profs). Aber ich habe ein weniger schlechtes Gewissen, meine Zeit mit so einem Video zu „verplempern“, als irgendwelche Serien zu schauen.

Als Einstieg eignet sich besonders das Video „Habits of Successful College Students„. Es zeigt einige Gewohnheiten auf, die man eigentlich als selbstverständlich erachten könnte, die aber immer wieder vergessen gehen und die, auch wenn man sie nicht alle zu hundert Prozent einhält, schon sehr viel zu einem erfolgreichen Studium beitragen können. Insbesondere Punkt eins, das Studium wie einen richtig wichtigen (und gut bezahlten) Job betrachten, geht bei mir immer wieder vergessen. Ich muss mich manchmal richtiggehend zwingen, das Studium nicht als Zwang zu erachten, sondern als Geschenk und als mein eigener Wunsch. Im Grunde zwingt mich ja niemand ausser mir selbst, das durchzuziehen. Es ist gut, hin und wieder daran erinnert zu werden, denn es macht das ganze Studium zwar nicht einfacher, aber ist doch eine starke Motivation, Zeit zu investieren, obwohl doch all die anderen Dinge so verlockend wären.

Wenn ihr also mal ein wenig Zeit zu verplempern habt oder einfach eine Ablenkung braucht, aber Fernsehen mit einem schlechten Gewissen verbunden wäre, schaut da mal rein – es lohnt sich! Und lasst mich wissen, ob ihr noch mehr solche Tipps wollt. Für Feedback bin ich immer dankbar 🙂

Gute Vorsätze und Semesterplanung

Das Semester ist jetzt auch schon wieder eineinhalb Wochen alt. Der altbekannte Trott ist bereits wieder eingekehrt, die Uni läuft wie ein gut geöltes Uhrwerk. Alles im Lot also. Für einmal habe ich mir zum Semesterbeginn ein paar Vorsätze gefasst, um endlich mal ein paar Dinge zu verbessern, an denen ich mich schon lange störe. Ich möchte sie gerne mit euch teilen und in Zukunft über meine Fortschritte in den verschiedenen Bereichen berichten. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen von euch weiter oder ihr könnt mir noch ein paar Tipps geben. Für Ideen bin ich immer offen.

Alle Pflichttexte lesen: Das war bis jetzt immer ein fast aussichtsloses Unterfangen, denn meistens haben sich bis Mitte Semester die Pflichttexte so hoch gestapelt, dass es einfach nicht mehr ging, oder meine Motivation war so weit im Keller, dass ich schlicht keinen Bock mehr hatte, irgendetwas zu lesen. Aber jedes Mal, wenn ich einen Text nicht oder nur zur Hälfte gelesen habe, war ich anschliessend im Seminar im Nachteil. Das möchte ich dieses Semester verhindern, indem ich versuche, immer alle Pflichttexte so früh wie möglich zu lesen und mir auch Notizen dazu zu machen. Das geht natürlich nur, wenn ich mir eine entsprechende Lesestrategie zurechtlege und mich zeitlich organisiere. Aber dazu später mehr.

Seminararbeiten: Die letzten zwei Semester habe ich eigentlich immer früh genug angefangen, zu schreiben und meistens war ich auch mit der Qualität meiner Arbeiten immer zufrieden. Allerdings muss ich unbedingt an meinen Lesenotizen arbeiten. Ich verliere viel zu viel Zeit damit, Zitatnachweise zu suchen oder Texte ein zweites Mal zu lesen, weil ich aus meinen Notizen nicht mehr schlau werde. Eine Frage, die fürs erste ungeklärt bleiben muss, ist, ob ich ein Literaturverwaltungsprogramm (Citavi z.B.) verwenden will oder nicht. Es hat seine positiven Seiten, aber gleichzeitig würde das heissen, dass ich mehr vom Laptop abhängig werden würde. Vielleicht mache ich mir in einem späteren Post noch Gedanken darüber.

Prüfungen: Wie die jüngsten Erfahrungen gezeigt haben, gibt es hier noch einiges an Verbesserungspotential. Insbesondere sollte ich endlich anfangen, mir einen Lernplan zu machen. Dazu gehören für mich vor allem klar definierte Lernziele und Zwischentermine, bis wann ich was erreicht haben will. Gleichzeitig muss ich auch wieder damit anfangen, Zusammenfassungen und/oder Mind Maps zu den verschiedenen Themen zu erstellen. Und – was besonders wichtig ist – endlich die verschiedenen Lerntechniken, die ich inzwischen gesammelt und mir zum Teil auch schon angeeignet habe, endlich auch mal in die Praxis umsetzen. Für irgendetwas müssen die ja gut sein.

Vorlesungsnotizen: Grundsätzlich muss ich endlich anfangen, meine Notizen nach der Vorlesung nochmals durchzugehen und eventuell zu ergänzen. Zusätzlich habe ich angefangen, in Vorlesungen die Notizen in Mind Map-Form am Laptop zu machen. Soweit klappt das schon ganz gut, aber ich habe sicher noch Verbesserungspotential.

Generelles: Ablenkungen ausschalten (Handy, Facebook etc.), fixe Arbeits- und Pausenzeiten einplanen (sprich: disziplinierter arbeiten), evt. auch Tages- und Wochenziele setzen. Das Thema ist also vor allem Disziplin und Organisation. Die meisten meiner Probleme in den letzten vier Jahren hatten ihren Ursprung darin, dass ich mich völlig planlos einfach ins Getümmel gestürzt habe. Nicht, dass das ganz und gar schlecht wäre, aber ein bisschen mehr Organisation hat noch nie geschadet.

Dann gibt es da noch ein paar Vorsätze wie mehr Sport treiben und wieder mehr Musik machen, die mit der Uni nur wenig zu tun haben. Alles in Allem hängt der Erfolg dieser Aktion vor allem von einer guten Planung ab. Auch an der arbeite ich ständig und werde euch – hoffentlich – bald einmal davon berichten, wie ich das mache.

In Zukunft will ich hier unbedingt auch noch einiges tun. Ich habe ganz viele Ideen, über was ich schreiben könnte und was ich an der Aufmachung des Blogs noch ändern will. Es gibt viel zu tun – ich freu‘ mich drauf!

Motivation

Oh Mann, es ist schon ziemlich lange her seit meinem letzten Post – sorry… Die letzten paar Wochen waren für mich Stress pur. Ich bin im Endspurt für die Leseliste, die Motivation sinkt von Tag zu Tag weiter in den Keller und als ob das nicht genug wäre, bin ich mir vor lauter „warum muss ich so etwas überhaupt machen“ auch gar nicht mehr sicher, ob ich nächsten Frühling wirklich einen Master in Deutsch und Französisch beginnen will. Aber lassen wir das Thema mal für einen Moment. Was mich eigentlich viel mehr beschäftigt, ist die Frage der Motivation. Wie schaffe ich es, mich auch noch in den nächsten drei Wochen täglich hinzusetzen, damit ich termingerecht mit meiner Lektüre (und all dem zusätzlichen Zeug – und wenn möglich auch noch mit der Semestervorbereitung) fertig werde? Ich habe mal ein paar Aspekte zusammengestellt.

Wochenplan erstellen: Ich habe in den letzten drei Wochen mal mit einem Wochenplan experimentiert und festgestellt, dass es zwar nicht immer funktioniert (ich halte mich nicht immer daran), aber doch dabei hilft, sich an die eigenen Vorsätze zu halten. Vor allem kann ich so besser ganze Zeitblöcke fürs Lernen freihalten und die Hemmschwelle, dann doch etwas anderes zu machen, ist grösser. Gleichzeitig habe ich so einen besseren Überblick über mögliche Störfaktoren und schaffe es eher, mir Ziele zu setzen. Nur sind diese leider nicht immer so realistisch. Daran muss ich noch arbeiten.

Angenehme Lernatmosphäre schaffen: Es arbeitet sich sich leichter, wenn man seinen Arbeitsplatz mag. Für mich heisst das auf der einen Seite, dass er möglichst aufgeräumt sein soll, auf der anderen Seite versuche ich auch, meine Umgebung mit ein paar schönen Dingen aufzupeppen. Das kann eine Pflanze sein, ein paar schöne Fotos oder sonstige Objekte, die auf irgendeine Art gute Laune machen. So langsam aber sicher habe ich meinen Schreibtisch eingerichtet, sodass das Arbeiten Spass macht. Aber das mit dem Aufräumen sollte ich noch besser in den Griff kriegen…

Für Abwechslung sorgen: Wenn ein Buch nicht besonders spannend ist, dann hilft es, gleichzeitig ein interessanteres Buch zu lesen und immer nach ein paar Seiten zu wechseln. Das heisst, ich lese erst ein paar Seiten von dem langweiligen Buch, dann wechsle ich zu dem spannenden, das leichter von der Hand geht. Und nach wiederum ein paar Seiten wechsle ich zurück. So halte ich mich davon ab, komplett abzudriften. Ausserdem habe ich festgestellt, dass es mir meistens besser läuft, wenn ich nicht den ganzen Tag am gleichen Text arbeite, sondern zwischen Literatur und Linguistik, Primär- und Sekundärliteratur sowie zwischen verschiedenen Textsorten abwechsle. Und das auch zum Voraus in meinen Wochenplan integriere.

Ablenkungen ausschalten: Manchmal ist es lustig, festzustellen, dass sogar Ablenkungen zur Routine werden und man ganz automatisch zum Handy oder zum Laptop greift, um zum hundertsten Mal nachzusehen, ob nicht doch eine SMS oder eine Mail, die man doch eigentlich gar nicht erwartet, gekommen ist. Deshalb muss ich mich immer wieder dazu zwingen, den Laptop ganz auszuschalten und mein Handy im Schlafzimmer oder auf dem Büchergestell zu lassen, damit es nicht in greifbarer Nähe ist. Notfalls bedeutet das eben auch, dass ich statt online Wörter nachzuschlagen, wieder mal zum guten alten Wörterbuch greifen muss.

Wenns läuft, laufen lassen: Wochenplan hin oder her – wenn ich mal an einem Buch dran bin und merke, dass ich noch Energie habe, um weiterzulesen, dann darf ich auf keinen Fall Pause machen, nur weil ich das so in meinem Plan aufgeschrieben habe. Es passiert mir nämlich oft genug, dass ich viel zu früh oder viel zu lange Pause mache, weil ich müde bin.

Pausen und Belohnungen bewusst dazwischenschalten: Das wichtigste ist wirklich, dass man Pausen bewusst macht und sich bewusst belohnt. Wenn man mit einem schlechten Gewissen mal eine längere Pause macht, dann nützt das nämlich gar nichts. Stattdessen versuche ich, wenn ich schon Pause mache, auch wirklich meinen Arbeitsplatz zu verlassen, rauszugehen, was ganz anderes zu machen. So kriege ich den Kopf frei und kann später wieder mit frischer Motivation an die Arbeit gehen.

All das funktioniert natürlich noch nicht immer. Ich falle gerne in alte Muster zurück – vor allem, wenn es darum geht, fixe Arbeitszeiten einzuplanen und mich daran zu halten. Aber Motivation und Disziplin sind für mich Prozesse, man muss ständig daran arbeiten. Deshalb denke ich, dass es durchaus ok ist, hin und wieder mal Tiefs zu durchleben – sofern man daraus lernt.

Semesterbilanz

Da ich dieses Wochenende den Kopf mit meinem Umzug von Lausanne nach Zürich mehr als nur voll hatte, gibt es heute mal einen kleinen vorfabrizierten Post. Ende Semester ist ja die ideale Zeit, um sich zu überlegen, was während des Jahres gut und was weniger gut lief und was man auf das nächste Semester unbedingt verbessern sollte. Bisher habe ich das nie gemacht, aber da ich dieses Semester einmal mehr festgestellt habe, dass ich immer wieder an den gleichen Dingen scheitere, habe ich beschlossen, endlich mal bewusst Bilanz zu ziehen. Auch wenn ich während den Semesterferien für einmal einiges zu tun habe, so werde ich vermutlich trotzdem auch mal ein wenig Zeit darin investieren können, Ideen und Werkzeuge zur Organisation und anderen studiumsbezogenen Themen zu sammeln, damit ich sie zum Herbstsemester auch umsetzen kann.

Lesedisziplin:

Obwohl das ja eigentlich mit das Wichtigste ist in meinen Fächern ist, muss ich mir hier eine relativ schlechte Note geben. Zwar war meine Disziplin besser als auch schon, besonders am Anfang des Semesters habe ich doch auch den einen oder anderen Text freiwillig gelesen (das heisst, er war empfohlen, aber nicht obligatorisch). Dann hat die Motivation aber wieder abgenommen und ich habe auch immer mal wieder die Texte ausgelassen, die ich hätte lesen sollen, oder wenn, dann habe ich sie wirklich erst sehr spät und/oder unvollständig gelesen. Es lag unter anderem auch daran, dass ich noch Lesepensum vom letzten Semester abzuarbeiten hatte und deshalb in den Semesterferien bereits in Rückstand geraten bin.
Fazit: Nächstes Semster muss das auf jeden Fall besser werden. Ich muss versuchen, so viel von der bereits bekannten Literatur vor Semesterbeginn oder zumindest zu Beginn des Semesters zu lesen und ich sollte versuchen, mich in der Zeiteinteilung etwas mehr an der Nase zu nehmen. Das heisst, fixe Zeiten fürs Lesen einplanen und mir auch Ziele dafür setzen wie viel Zeit ich in einen Text investieren möchte, um schneller vorwärts zu kommen.

Seminararbeiten:
Die habe ich mehr oder weniger gut hinter mich gebracht. Bei einer hatte ich leider nicht mehr die Zeit, sie gegenlesen zu lassen, was dann entsprechend dazu geführt hat, dass ich einiges noch nachbessern musste. Eine gute Note gab’s zum Glück trotzdem. Die anderen Arbeiten habe ich alle früh genug fertig geschrieben, dass ich genügend Zeit hatte, sie gegenlesen zu lassen und sie sogar einen Tag zu früh abzugeben. Ich bessere mich also langsam, was die Zeiteinteilung angeht ^^
Wo ich mich allerdings noch verbessern muss, ist beim Notizen machen, wenn ich arbeitsrelevante Texte lese. Da bin ich zum Teil immer noch konfus und es kommt vor, dass ich ziemlich viel Zeit damit vergeude, irgendwelche Zitatnachweise zu suchen.
Fazit: Mit das wichtigste ist bei Seminararbeiten meiner Meinung nach, früh genug und mit Plan vorzugehen, erstmal die Struktur der Arbeit zu erstellen (dazu gehört auch, zuerst zu lesen und DANN zu schreiben) und sich dann an diese Struktur zu halten. Ich habe angefangen, mir Zwischentermine zu setzen, z.B. bis wann ich den Plan fertig haben will. Damit fahre ich bislang ziemlich gut, vor allem, weil ich mir die Termine jeweils ziemlich früh setze. Der Vorsatz deshalb: so weitermachen und immer noch an den schwächeren Punkten (Notizen, Disziplin beim Schreiben) arbeiten.

Prüfungen:
Fail. Eindeutig. Nachdem ich die letzten Jahre immer mehr Probleme bei der Prüfungsvorbereitung hatte (ich weiss leider immer noch nicht, warum), habe ich dieses Semester tatsächlich eine Prüfung nicht bestanden. Da gibt es also noch viel Entwicklungspotenzial.
Es hat definitiv nicht daran gelegen, wann ich mit der Vorbereitung angefangen habe. ich war früh genug dran und habe im Grunde auch genug Zeit investiert. Das Problem war am ehesten, dass ich mit ziemlich wenig Motivation und mit noch weniger Plan gelernt habe. Das heisst, dass ich besonders in der Prüfung, die ich nicht bestanden habe, einfach mal ins Blaue hinein meine Notizen und Zusammenfassungen durchgelesen habe, ohne wirklich zu wissen, was ich daraus machen will.  Im Herbstsemester war ich noch seriöser, hatte genauere Vorstellungen davon, wie die Prüfungen aussehen würden und mich entsprechend vorbereitet. Ausserdem habe ich auf eine Prüfung mit zwei Freundinnen gelernt, was enorm geholfen hat.
Fazit: Nächstes Semester stehen nochmals ein paar Prüfungen an. Da muss ich versuchen, mir einen Lernplan zu erstellen (und mich dann auch daran zu halten) und mir irgendeinen Weg suchen, meine Motivation hoch zu halten.

Allgemeines Fazit und Ziele für die Sommerferien und das nächste Semester:
Mein grösstes Problem ist definitiv das „Verplempern“ von Zeit und die vielen Ablenkungen, von denen ich mich allzu leicht verführen lasse. Ausserdem habe ich oft Probleme damit, längere Zeit an einer Arbeit zu bleiben, die ich langweilig finde, was schliesslich dazu führt, dass ich gar nichts mehr für die Uni mache (wie ich es z.B. auch bei der Leseliste in Französisch wieder festgestellt habe).
Im kommenden Semester und natürlich schon in den Sommerferien und während der Leselisten-Vorbereitung möchte ich deshalb mal mit etwas präziseren Arbeitsplänen und Zielvorgaben arbeiten. Das heisst, ich werde zum einen versuchen, mir fixe Zeiten fürs Lesen und andere Aktivitäten setzen, ich werde doch nochmals versuchen, mit einem Wochenpensum für die Leseliste zu arbeiten und vor allem werde ich öfters mal alle Ablenkungen (Computer, Handy etc.) ausschalten.

So, das war’s wieder fürs erste. Als nächstes ist ein weiterer Tipps- & Tricks-Post in Planung, aber im ganzen Umzugsstress hatte ich noch keine Zeit, erklärende Fotos und Grafiken zu machen. Kommt aber hoffentlich diese Woche noch!

Erste Erkenntnisse für die Leseliste

Wie ich bereits in meinem letzten Post erwähnt habe, muss ich meine Sommerferien mehrheitlich mit dem Lesen der Werke für die Zwischenprüfungen in Französisch verbringen. Gut zweieinhalb Wochen meiner Sommerferien sind jetzt vorbei und das sind die Erkenntnisse, die ich bisher gewonnen habe:

  • Ich muss morgens früh aus den Federn kommen und gleich nach dem Frühstück anfangen zu lesen. Kein Facebook, kein Pinterest, keine Blogs vor dem Mittagessen. Sonst schaffe ich mein Pensum nie.
  • Es lohn sich nicht, stur an der „ein Buch aufs Mal“-Strategie festzuhalten. Es gibt Bücher, die sind anstrengender als andere und da tut es gut, dazwischen ein Theaterstück oder sogar einen linguistischen Artikel zu lesen, einfach nur, um mal was anderes zu sehen. Danach fliegen die Seiten wieder nur so an mir vorbei.
  • Mittags liest es sich nicht besonders gut. Bisher dachte ich immer, mein Tief finde zwischen halb elf und zwei statt, aber das hat sich offensichtlich verschoben. Es beginnt am Mittag und endet so gegen drei oder vier. Dafür kann ich abends problemlos bis acht und länger lesen (wenn ich nicht zu müde bin).
  • Auch im Schwimmbad liest es sich nicht besonders gut, aber nicht wegen der Hitze oder dem lockenden Nass. Vermutlich sollte ich in Zukunft Ohropax mitnehmen, damit ich die Nebengeräusche ausblenden kann. Ich bin so unglaublich schnell abgelenkt, aber die Sonne möchte ich trotzdem geniessen.

Nachdem ich die letzte Woche an genau zwei Tagen mein Soll von mindestens hundert Seiten geschafft habe, an zwei Tagen gar nicht gelesen habe (Eltern waren zu Besuch) und diese Woche mit dem Umzug den Kopf voll habe (au revoir Lausanne :‘-( ), hinke ich selbst meinem gröbsten Plan hinterher. Ausserdem habe ich noch keine Ahnung, was ich in Linguistik an grösseren Werken lesen muss, deshalb muss ich mich nächste Woche unbedingt besser aufs Lesen konzentrieren.