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Schuljahresende

Morgen geht mit den mündlichen Deutschprüfungen am Morgen und der Diplomfeier am Abend mein zweites Jahr im 10. Schuljahr zu Ende. Im Vergleich zum letzten Jahr war ich diesmal schon viel entspannter. Weniger Prüfungen, weniger perfekte Disziplin gefordert und es dennoch um Einiges besser geschafft, mich durchzusetzen. 

Alles ist nicht optimal gelaufen, es gibt immer noch viel Verbesserungspotenzial. Vor allem aber habe ich dieses Jahr das Gefühl gehabt, die Leistungen meiner Schnufis nicht so richtig einschätzen zu können. Vermutlich lag das aber schlicht daran, dass ich mich dank relativ guter Vorbereitung zwischen den einzelnen Montagen tendenziell wenig mit der Schule auseinandergesetzt habe. Besonders in der Schlussphase war ich so sehr mit mir selbst beschäftigt, dass ich kaum Zeit hatte, mich mehr als nötig mit den Schülern zu beschäftigen. 

Die Franz-Mündlich-Prüfungen am Montag haben sie aber gut hinter sich gebracht (zumindest die aus meiner Klasse, bei denen ich Expertin war) und ich kann wirklich sagen, dass ich stolz bin auf meine Kleinen. Selbst die Jungs, bei denen ich befürchtet hatte, sie hätten sich schlecht vorbereitet, machten ihre Sache wirklich gut. Auch die Mädels haben sich trotz Nervosität sehr gut geschlagen. Sie sind mir dieses Jahr wirklich ans Herz gewachsen und irgendwie finde ich es schade, sie gehen zu lassen, denn die Klasse war wirklich toll.

Aber das gehört wohl zum Lehrerdasein und wird später, wenn ich die Schnufis dann vier Jahre lang habe, nicht besser. Jedenfalls bin ich nach wie vor der Meinung, eine für mich sehr gute Berufswahl getroffen zu haben, auch wenn ich mir im Moment noch nicht sicher bin, ob ich nächsten Sonmer mit der Lehrerausbildung wirklich weitermachen möchte. Nicht wegen des Berufs, sondern wegen der Uni. Aber das liegt noch weit in der Zukunft. Erst einmal kriege ich nächstes Schuljahr das Niveau B und muss mich damit auseinandersetzen, wie ich aus einer schwächeren Klasse gute Leistungen herauskitzle.

Schuljahr (fast) vorbei!

Soo, nachdem es die letzten Wochen hier total still war, mal wieder ein Update:

Am Montag hatte ich den letzten Schultag mit meinen Lieblingen vom 10. Schuljahr. Endlich! Obwohl es mir wirklich Spass macht, zu unterrichten, bin ich mehr als nur froh, dieses Jahr abzuschliessen. Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie anstrengend es zeitweise war, meine Rotzlöffel vom 10. Schuljahr zu motivieren. Klar, es gab immer einige, die voll dabei waren und viele, die zumindest versuchten, etwas mitzumachen. Aber es gab auch die anstrengenden, die nie aufpassten, ständig dumme Sprüche machten und im Allgemeinen den „leck-mich“ raushängen liessen. Leider muss ich zugeben, dass letztere oft mehr Aufmerksamkeit bekommen haben als erstere, auch wenn sie es überhaupt nicht verdient hatten. Aber das gehört wohl zum Lernprozess.

Jedenfalls waren die Rückmeldungen, die ich bekommen habe, recht unterschiedlich. Ich habe die Schüler einen Feedbackbogen ausfüllen lassen, um mal den allgemeinen Puls zu fühlen. Wie üblich waren die Antworten mal so, mal so. Die einen fanden alles toll und waren der Meinung, sie hätten eine Menge gelernt, andere waren nicht so begeistert. Manche haben auch einfach irgendeinen Quatsch hingeschrieben (auf die Frage „was könnte man anders machen?“ kam zum Beispiel einmal die Antwort: „Weniger Montag“ – jaaaa, klar, als ob sie Französisch am Mittwoch besser finden würden). Einig waren sie sich allerdings darin, dass ich etwas strenger sein und mehr durchgreifen müsste. Meine Schwester meinte dann nur, das kriege sie auch ständig zu hören. Vielleicht schaff‘ ich’s ja nächstes Jahr 😉

Jetzt bin ich aber erstmal auf die (mündlichen) Diplomprüfungen nächste Woche gespannt. Ich muss sowohl Französisch als auch Deutsch abnehmen und abgesehen von ein paar Ausnahmen weiss ich noch nicht recht, wie sie sich schlagen werden. Vermutlich wird’s wie üblich eine durchzogene Leistung geben mit vielen mittelmässigen, einigen grottenschlechten und ein paar guten bis sehr guten Leistungen. Aber ich habe immerhin die Hoffnung, dass der eine oder andere aus den Vorbereitungslektionen mitgenommen hat. Ansonsten werden das zwei ganz anstrengende Morgen.

Im Grossen und Ganzen werde ich nächstes Jahr wohl darauf achten müssen, etwas mehr Abwechslung in die Geschichte zu bringen. Blockunterricht hat zwar den Vorteil, dass man nicht ständig mitten in der Arbeit unterbrochen wird, aber es ist sowohl für Schüler wie für Lehrer unglaublich schwer, sich einen ganzen Morgen lang auf ein einziges Fach zu konzentrieren. Dass meine Lektionen am Montagmorgen waren, hat wohl auch nicht unbedingt geholfen (wie oft ich den Spruch „Siiiieeee, es ist Montagmorgen, wir sind alle müde vom Wochenende!“ zu hören bekommen habe! Ich dachte immer, Wochenende sei zum Ausruhen von der Woche da, nicht umgekehrt…). Wenn man dann versucht, einen ganzen Morgen lang Grammatik zu pauken, wirkt das wohl eher kontraproduktiv. Und den Niveau-Unterschieden in der Klasse kommt man damit wohl auch nicht leichter bei. Es wird wohl noch einiges an Arbeit in die Vorbereitung des nächsten Schuljahres gehen. Vielleicht berichte ich dann hier auch mal davon, was ich alles plane. Aber jetzt sind erstmal Ferien. Wir können’s wohl alle brauchen.

Endspurt

Noch eineinhalb Wochen bis Semesterende. Ich kann’s kaum erwarten. Schon seit einer Woche muss ich mir immer wieder sagen, dass das Semester noch nicht vorbei ist und auch nach dem 29. Mai noch Arbeit ansteht. Ich bin sowas von in Ferienstimmung. Die Motivation ist sowas von im Keller. Aber erstmal von vorne.

Letzte Woche habe ich endlich die Proust-Arbeit fertiggeschrieben und abgegeben (zwei Tage früher als erwartet). Ihr könnt mir glauben: Das war wohl mit die anstrengendste Arbeit aller Zeiten. Es kommt seit ich aus Lausanne zurück bin nur noch selten vor, dass ich ein Durcheinander mit Deutsch und Französisch mache, aber diese Arbeit hat mich unglaublich verwirrt (ich habe beschlossen, dass ich es hasse, über französische Texte auf Deutsch zu schreiben). Glücklicherweise habe ich tolle Freunde, die mir auch mal spontan noch eine Arbeit durchlesen und sich tatsächlich mehrere Stunden Zeit nehmen, um mir dabei zu helfen, das Zeug in Form zu kriegen (Danke an dieser Stelle!). Muss ich noch erwähnen, dass die Linguistik-Arbeit, die ich letzten Samstag abgegeben habe (zum Glück nur zwei Seiten plus Bibliographie) mir so richtig zu blöd war? Ich habe keine Ahnung, was ich davon erwarten soll und vermutlich wäre ich trotz allem enttäuscht, hätte ich eine schlechte Note, aber im Moment ist mir das alles pupsegal. Bäh.

Nächste Woche steht die Prüfung für littérature médiévale an. Heute ist Lernen mit meinen Freundinnen angesagt. Das Motivationslevel? Auf einer Skala von 1-10 vermutlich irgendwo zwischen 1 und 2. Vielleicht auch bei 0,5. Das Thema (Tiere im Mittelalter) ist superspannend, aber ich kann einfach nicht mehr. Und dasselbe Problem habe ich mit der littérature moderne-Prüfung vom 2. Juni (NACH Semesterende – keine Ahnung, warum ich mir das überhaupt antue, ich weiss ja jetzt schon, dass ich an dem Wochenende absolut keine Zeit haben werde). Auch dort: Superspannende Texte, aber ich habe einfach keine Lust mehr, mich noch mit dem Zeug auseinanderzusetzen. Ich will Ferien.

Aber nein, klein Melina muss auch nach Semesterende weitermachen. Habe ich mir selbst eingebrockt, also was nützt es, zu jammern. Wenn die ganze Seminar- und Prüfungssache vorbei ist, sollte ich endlich die Lektionen fürs 10. Schuljahr vorbereiten. Zwei Wochen bleiben mir nach Semesterende, dann geht’s in den Endspurt mit meinen Lieblingen. Mal schauen wie’s wird. Dafür hab‘ ich im Moment wohl am allerwenigsten Nerven.

Damit mir auch im Juni nicht langweilig wird, wenn sich meine WG wieder in einen Lernbunker verwandelt, habe ich mich on top auch noch für einen Italienisch-Kurs angemeldet. Gibt Punkte für’s Studium Generale und ich wollte den Kurs ja eh schon ewig machen. Wenn mir also das Vorbereiten für die Schule zu doof wird, kann ich immerhin daneben noch Italienisch-Voci büffeln. Und ich muss mir nicht ganz so nutzlos vorkommen neben den ETH-Studenten, die den ganzen Sommer mit Lernen verbringen müssen.

Ach ja, Sport habe ich dieses Semester kaum mal gemacht. Wir haben’s die ersten zwei Wochen des Semesters immerhin ins Muscle Pump geschafft, danach war fertig. Volleyball habe ich seit Februar nicht mehr gespielt und seit ich irgendwann Mitte April eine Bronchitis eingefangen habe war ich auch nicht mehr joggen. Immerhin ein wenig Yoga habe ich zwischendrin mal gemacht (Youtube sei Dank). Aber ja, auch das nehme ich mir für die Semesterferien vor. Aber in den WWF-Lagern sollte ich ja sowieso mehr als genug Bewegung und frische Luft bekommen.

Kennt ihr das? Dieses Gefühl am Ende des Semesters, dass ihr schlicht keinen Bock mehr auf den Quatsch habt und einfach alles hinschmeissen wollt? Mir ist das Gefühl leider inzwischen allzu vertraut und die Regelmässigkeit, mit der es auftaucht, erschreckt mich des Öfteren. Deshalb mache ich nächstes Semester auch Pause.

Chaos

Wenn das Chaos in meinem Zimmer/auf meinem Schreibtisch jeweils proportional zum Stress vor einer Prüfung oder Abgabe ansteigt, dann ist die Tatsache, dass ich meinen Arbeitsplatz heute chaosbedingt vom Schreibtisch aufs Bett verlegen musste, wohl ein schlechtes Zeichen…

Muskelkater, Prüfungen und ein Jobangebot

Guten Morgen meine Lieben!

Gerade ist unglaublich viel los – ich weiss manchmal schon gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Und gleichzeitig wundere ich mich immer wieder wie gut ich dieses Semester mit dem Stress klarkomme, beziehungsweise wie wenig ich davon mitbekomme. Aber erstmal von vorne.

Gestern hatte ich meine erste Prüfung (von insgesamt fünf) dieses Semester! Ich weiss, ganz schön früh, da es ja noch ganze vier Wochen bis Weihnachten sind, aber es hat sich halt so ergeben. Und damit auch meine Leser, die ich nicht den ganzen Tag auch im realen Leben vollquatschen kann, auf dem neuesten Stand sind: Um Gymnasiallehrerin für Französisch zu werden, muss ich eine sogenannte Sprachkompetenzprüfung bestehen, die aus einer vierstündigen Übersetzungsprüfung (Prüfung Nr. 3) und einem halbstündigen Kolloquium besteht (Prüfung Nr. 1 – eben die von gestern). Wobei das halbstündige Kolloquium eigentlich nur ein netter Schwatz  mit dem Prof ist. Ich musste ein wenig von der Uni erzählen und welche Dozenten ich im Austauschjahr hatte und nach 20 Minuten habe ich dem Prof dazu gebracht, dass er den Rest der Zeit redet. Und jaaa – ich habe bestanden und zwar mit einer sehr guten Note!
(innerlich hüpfe ich übrigens immer noch wie ein Kind in einer Hüpfburg herum – meine Mitbewohnerin meinte gerade, meine gute Laune sei schon fast unverschämt)

Morgen steht aber auch schon Prüfung Nr. 2 an – die schriftliche Abschlussprüfung des Vorbereitungsmoduls zur Übersetzungsprüfung (versteht das noch irgendwer?). Jedenfalls sollte ich heute wohl noch ein paar Sätze übersetzen, damit ich auch sicher vorbereitet bin. Oder so. Und Prüfungen Nr. 4 (Pädagogische Psychologie) und Nr. 5 (littérature moderne) sollte ich auch längst vorbereiten. Ach ja, den Praktikumsbericht muss ich auch irgendwann mal noch schreiben. Aber danach ist schon fast Weihnachten und ich darauf freue ich mich am meisten!

Mein Sportprogramm läuft übrigens ganz gut. Nachdem ich letzte Woche sowohl das Volleyball am Montag als auch das Musclepump am Freitag wegen anderweitiger Verpflichtungen ausfallen lassen musste konnte ich diesen Montag immerhin wieder ins Volleyball. Und habe jetzt Muskelkater in den Händen, in den Waden und im Rücken – und natürlich die obligatorischen blauen Flecken an den Unterarmen (oder sowas ähnliches). Aber für ein Mal fühlt es sich guuuut an 😉 Heute steht ausserdem Yoga auf dem Programm und weil am Freitag das Musclepump ausfällt (Polyball), werde ich am Samstag wohl mal wieder eine Runde um den See joggen. Wie gesagt – im Moment bin ich ziemlich übermotiviert.

Und ja – am Montag hab‘ ich noch ein Jobangebot gekriegt. Ich könnte nächstes Jahr von April bis Oktober 50% an einer Sekundarschule in der Nähe meiner Eltern unterrichten. Wär natürlich der Hammer, aber eigentlich muss ich mit meinem Studium vorwärts machen, solange ich noch Stipendium bekomme. Danach kann ich noch genügend Zeit in Jobs wie diese investieren. Aber glaubt mir: Das war echt keine leichte Entscheidung! Irgendwie reizt es mich eben schon, möglichst viel Erfahrung zu sammeln. Andererseits habe ich ja mein 10. Schuljahr. Also werde ich das auf später verschieben, in der Hoffnung, dass wieder so ein Angebot kommt, wenn ich bereit dafür bin…

So, und jetzt muss ich zurück an die Arbeit! Einen schönen Tag euch allen!

Und schon ist die Hälfte des Semesters vorbei…

Jap, richtig gelesen. Es fängt schon wieder mit Prüfungsvorbereitung und allem Drum und Dran an, Leistungsnachweise stehen an und ja – bald ist Weihnachten! Bei meinen Eltern hat es vorgestern zum ersten Mal geschneit und der Schnee ist sogar liegengeblieben. Als ich gestern Abend von Zürich hierhergefahren bin (ein kurzer Zwischenstopp, um ein paar Sachen zu holen), bin ich richtig erschrocken, wie kalt es im Glarnerland ist. Aber die Aussicht auf die verschneiten Berge ist echt super!

Aber nun zurück zur Uni: Ein paar von meinen Leistungsnachweisen habe ich schon hinter mir. Meine drei Vorträge sind geschafft, zwei davon sehr gut und der dritte (für französische Linguistik) war – glaube ich – auch ganz ok. Zumindest habe ich da von einer Mitstudentin ein ganz tolles Kompliment für mein Französisch gekriegt. Das freut natürlich ganz besonders 😉 Ich muss aber auch sagen, dass ich für alle Vorträge tolle Partnerinnen hatte, die sich echt Mühe gegeben haben und für die es überhaupt nicht schlimm war, dass ich hin und wieder nicht so viel Zeit für die Vorbereitung hatte.

Die Zwischenprüfung fürs Übersetzungsmodul ist auch schon gelaufen. Ich muss ja fürs Lehramt einen Sprachkompetenznachweis erbringen (Niveau C2) und in Zürich beinhaltet das eine vierstündige Übersetzungsprüfung. Das Vorbereitungsmodul, das ich dazu gerade absolviere, ist echt gut – auch wenn die Dozentin ein wenig dazu neigt, uns Angst zu machen. Bevor sie die Prüfungsergebnisse bekanntgegeben hat, hat sie uns einen laaangen Vortrag gehalten, weil viele ungenügend waren und sie der Meinung ist, dass diese Leute auf keinen Fall zur Abschlussprüfung bzw. zur definitiven Sprachkompetenzprüfung antreten sollten. Zumindest nicht dieses Semester. Und weil ich ja erst am Anfang meines Masters bin und meinesgleichen offensichtlich eher auf der ungenügenden Seite waren, hatte ich natürlich einen Moment lang Panik, dass meine Pläne jetzt völlig über den Haufen geworfen würden. Aber es war falscher Alarm – ich war gar nicht mal so schlecht 🙂 Also kann es nach Plan weitergehen und am 11. Dezember treten wir zur Abschlussprüfung an. Mal sehen, wie’s wird.

Nächste Woche muss ich den ersten Leistungsnachweis für Pädagogische Psychologie schreiben und am 17. November die Arbeit für Allgemeine Didaktik abgeben. Für Allgemeine Didaktik habe ich noch nicht wirklich angefangen, das steht dieses Wochenende auf dem Programm. Bislang haben mich meine Schüler so sehr auf Trab gehalten, dass ich kaum dazu gekommen bin, etwas für die Uni zu tun. Aber jetzt müssen sie bis zu Weihnachten arbeiten gehen und ich kann mich endlich wieder der Uni widmen!

Langweilig wird mir allerdings nicht – langsam sollte ich anfangen, die Prüfungen für Pädagogische Psychologie und Französische Literatur (Éthique et esthétique dans la littérature moderne – richtig spannend!) vorbereiten. Ich freu mich irgendwie drauf, aber es wird auch ziemlich viel Arbeit. Nächstes Semester muss ich auf jeden Fall darauf achten, dass ich mir mehr Abende frei halte. Das heisst, auch keine Vorlesungen bis um 18 Uhr mehr (wenn es sich vermeiden lässt zumindest) und nur noch einen Abend pro Woche Nachhilfe geben.