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Endspurt

Noch eineinhalb Wochen bis Semesterende. Ich kann’s kaum erwarten. Schon seit einer Woche muss ich mir immer wieder sagen, dass das Semester noch nicht vorbei ist und auch nach dem 29. Mai noch Arbeit ansteht. Ich bin sowas von in Ferienstimmung. Die Motivation ist sowas von im Keller. Aber erstmal von vorne.

Letzte Woche habe ich endlich die Proust-Arbeit fertiggeschrieben und abgegeben (zwei Tage früher als erwartet). Ihr könnt mir glauben: Das war wohl mit die anstrengendste Arbeit aller Zeiten. Es kommt seit ich aus Lausanne zurück bin nur noch selten vor, dass ich ein Durcheinander mit Deutsch und Französisch mache, aber diese Arbeit hat mich unglaublich verwirrt (ich habe beschlossen, dass ich es hasse, über französische Texte auf Deutsch zu schreiben). Glücklicherweise habe ich tolle Freunde, die mir auch mal spontan noch eine Arbeit durchlesen und sich tatsächlich mehrere Stunden Zeit nehmen, um mir dabei zu helfen, das Zeug in Form zu kriegen (Danke an dieser Stelle!). Muss ich noch erwähnen, dass die Linguistik-Arbeit, die ich letzten Samstag abgegeben habe (zum Glück nur zwei Seiten plus Bibliographie) mir so richtig zu blöd war? Ich habe keine Ahnung, was ich davon erwarten soll und vermutlich wäre ich trotz allem enttäuscht, hätte ich eine schlechte Note, aber im Moment ist mir das alles pupsegal. Bäh.

Nächste Woche steht die Prüfung für littérature médiévale an. Heute ist Lernen mit meinen Freundinnen angesagt. Das Motivationslevel? Auf einer Skala von 1-10 vermutlich irgendwo zwischen 1 und 2. Vielleicht auch bei 0,5. Das Thema (Tiere im Mittelalter) ist superspannend, aber ich kann einfach nicht mehr. Und dasselbe Problem habe ich mit der littérature moderne-Prüfung vom 2. Juni (NACH Semesterende – keine Ahnung, warum ich mir das überhaupt antue, ich weiss ja jetzt schon, dass ich an dem Wochenende absolut keine Zeit haben werde). Auch dort: Superspannende Texte, aber ich habe einfach keine Lust mehr, mich noch mit dem Zeug auseinanderzusetzen. Ich will Ferien.

Aber nein, klein Melina muss auch nach Semesterende weitermachen. Habe ich mir selbst eingebrockt, also was nützt es, zu jammern. Wenn die ganze Seminar- und Prüfungssache vorbei ist, sollte ich endlich die Lektionen fürs 10. Schuljahr vorbereiten. Zwei Wochen bleiben mir nach Semesterende, dann geht’s in den Endspurt mit meinen Lieblingen. Mal schauen wie’s wird. Dafür hab‘ ich im Moment wohl am allerwenigsten Nerven.

Damit mir auch im Juni nicht langweilig wird, wenn sich meine WG wieder in einen Lernbunker verwandelt, habe ich mich on top auch noch für einen Italienisch-Kurs angemeldet. Gibt Punkte für’s Studium Generale und ich wollte den Kurs ja eh schon ewig machen. Wenn mir also das Vorbereiten für die Schule zu doof wird, kann ich immerhin daneben noch Italienisch-Voci büffeln. Und ich muss mir nicht ganz so nutzlos vorkommen neben den ETH-Studenten, die den ganzen Sommer mit Lernen verbringen müssen.

Ach ja, Sport habe ich dieses Semester kaum mal gemacht. Wir haben’s die ersten zwei Wochen des Semesters immerhin ins Muscle Pump geschafft, danach war fertig. Volleyball habe ich seit Februar nicht mehr gespielt und seit ich irgendwann Mitte April eine Bronchitis eingefangen habe war ich auch nicht mehr joggen. Immerhin ein wenig Yoga habe ich zwischendrin mal gemacht (Youtube sei Dank). Aber ja, auch das nehme ich mir für die Semesterferien vor. Aber in den WWF-Lagern sollte ich ja sowieso mehr als genug Bewegung und frische Luft bekommen.

Kennt ihr das? Dieses Gefühl am Ende des Semesters, dass ihr schlicht keinen Bock mehr auf den Quatsch habt und einfach alles hinschmeissen wollt? Mir ist das Gefühl leider inzwischen allzu vertraut und die Regelmässigkeit, mit der es auftaucht, erschreckt mich des Öfteren. Deshalb mache ich nächstes Semester auch Pause.

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