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Semesterstart zum Letzten

Gestern ging es wieder los: das Frühlingssemester. Mein inzwischen 16. (Mensch, bin ich alt geworden) und mein (hoffentlich) letztes. Ich kann fast nicht anders, als ein wenig nostalgisch zu werden angesichts der Tatsache, dass ich beim nächsten Semesterstart, ein inzwischen liebgewonnenes Ereignis im Jahresverlauf, nicht mehr dabei sein werde. Als heute ein Germanistik-Zweitsemester im Studiladen nach den Mittelhochdeutsch-Basiswerken gefragt hat wurde mir auch bewusst, wie lange icg schon hier bin. So sehr ich also dieses letzte Semester geniessen werde, so froh bin ich, dass bald vorbei ist. Der Countdown läuft!

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Semesterstart HS15

Ich lebe noch!

Nach einem prall gefüllten Sommer (mit dem ersten richtigen Urlaub seit Jahren) und einem stressigen Semesterstart wird nun dieser Blog wieder mit Leben gefüllt. Vor zwei Wochen ist die Uni wieder losgegangen. Wie üblich waren es die stressigsten zwei Wochen des Semesters, kein Privatleben, keine Zeit für Freunde oder irgendetwas anderes ausserhalb der Uni. Weil ich keine Vorlesungen besuche, habe ich fast 100% im Studiladen gearbeitet, von morgens bis abends, hatte Zeit, Erstsemester zu beobachten und mal wieder die Regale nach neuen Büchern abzusuchen (glaubt’s mir oder nicht: ich wurde fündig 😉 ). Und wenn ich zu Hause war, habe ich an meinen beiden Seminararbeiten geschrieben, die ich bis Ende Oktober abgeben muss, oder ich habe einfach geschlafen. Unglaublich, wie müde ich nach so kurzer Zeit zurück an der Uni schon wieder bin.

Kurzer Rückblick auf den Sommer:
Wie schon an anderer Stelle berichtet, habe ich insgesamt zweieinhalb Wochen in WWF-Lagern verbracht, die einfach nur genial waren. Ich war zwar danach fix und alle und würde wohl nicht mehr zwei Lager so kurz hintereinander leiten, aber die Erfahrung war es sowieso wert. Und ganz nebenbei bin ich jetzt ganz wild darauf, wandern zu gehen (was ich aber leider seitdem noch nicht geschafft habe).
Nach den Lagern kam Frankreich. Endlich einmal Interrail! Meine Eltern und so viele andere haben mir immer davon erzählt, wie toll es ist, mit dem Zug quer durch Europa zu fahren und meine beste Freundin und ich haben uns nach Frankreich aufgemacht, um einmal ein paar von diesen berühmten Orten zu sehen. Es hat sich gelohnt! Die Reise war traumhaft, auch wenn einer meiner Flipflops in La Rochelle zurückgeblieben (unfreiwillig) und in Nantes (zweitletzter Halt) eine meiner Sandalen kaputtgegangen ist. Besonders Nantes kann ich nur empfehlen, es ist eine wirklich schöne Stadt! Natürlich konnte die Literaturstudentin in mir nicht widerstehen und musste sich mit einer Menge neuer Bücher eindecken. Aber es waren ein paar tolle Funde dabei – und ich lese jetzt endlich wieder regelmässiger! Wir nähern uns langsam aber sicher wieder der Lesemenge von früher.

Machines de l’Ile in Nantes

Und zum Abschluss des Sommers ging es noch für eine Woche mit meiner Mama nach Hamburg, wo ich endlich einmal meine Cousine besuchen konnte (also eigentlich sind es ja die Cousine meines Vaters und ihre Kinder, aber das zu erklären wäre zu kompliziert). Von der Stadt selbst habe ich nicht soooo viel gesehen, aber es war ein richtig entspannender Urlaub, hat also ganz und gar seinen Zweck erfüllt.

Und dann fing am 7. September die Schule wieder an. Eine ganze Klasse mit neuen Gesichtern, neue Ideen und eine Menge Erfahrungen vom letzten Jahr, die ich nutzen kann und die mir hoffentlich dabei helfen werden, dieses Jahr einen besseren Job zu machen. Rückblickend hatte ich mit der letzten Klasse wohl einen schlechten Start erwischt. Aber dieses Jahr habe ich das Gefühl, dass es schon um einiges besser läuft und ich schon viel entspannter bin, was sich natürlich auch auf die Stimmung in der Klasse auswirkt. Mal sehen, wie es weitergeht.

Semester-Ausblick:
Dieses Semester steht mit dem Praktikum im Goethe-Institut in Lyon eine ziemlich grosse Sache an, von der ich hoffentlich noch einiges zu berichten haben werde. Glücklicherweise habe ich auch schon ein Zimmer gefunden, das unglaublich nahe am Zentrum liegt (nur 15 Minuten zu Fuss zum Goethe-Institut! Wer hätte das geglaubt? 🙂 ) und bei einer sehr netten Familie ist. Jetzt kann ich mich ganz entspannt auf die ganze Sache vorbereiten.
Mit meinen Schülern habe ich bis im November noch einiges vor. Ich versuche, meine Erfahrungen aus meinem ersten Jahr zur Verbesserung des Unterrichts einzusetzen und habe auch schon wieder einiges an neuen Ideen, die ich umsetzen möchte. Daneben darf ich in den Herbstferien (in zwei Wochen schon! Mensch, wie die Zeit läuft) ein Lager für Lehrlinge leiten, wo ich jeden Tag Französisch unterrichten werde. Ich freu mich schon drauf!
Und daneben muss ich noch zwei Seminararbeiten schreiben, eine zum Tristan Gottfrieds von Strassburg und eine zur Bérénice von Racine. Es wird ein ganzes Stück Arbeit (das mir jetzt schon den Schlaf raubt) bis zur Abgabe, aber ich denke, dass es machbar ist. Es muss einfach, sonst wären es noch einmal 9 Punkte mehr bis zum Master-Abschluss und eigentlich will ich das Studium doch so schnell wie möglich hinter mich bringen.

Dieses Semester verspricht auf jeden Fall, spannend zu werden 🙂

Schon zwei Wochen vorbei

Das Frühlingssemester ist mit voller Wucht bei mir angekommen. Nachdem ich die letzten zwei Wochen vom Studiladen in die Vorlesungen und weiter in die Schule gehetzt bin, dazwischen mal ein paar Seiten gelesen und die eine oder andere Lektion für die Schule vorbereitet habe, wird es nächste Woche zwar nicht unbedingt ruhiger, aber immerhin etwas weniger voll. Denn der Job im Studiladen ist zumindest für dieses Semester vorbei, ab jetzt gibt es nur noch Uni und Schule.

An der Uni habe ich bereits am nächsten Mittwoch meinen ersten Vortrag zum Tristran von Béroul (altfranzösisch, aber für ein Germanistik-Seminar). Der Text und das Seminar sind super spannend und in meinem Kopf entspinnen sich bereits Ideen für die Seminararbeit, die aber blöderweise noch etwas warten muss. Denn übernächste Woche treffe ich mich mit einer Freundin zum Besprechen der Linguistik-Arbeit, die wir gemeinsam im Mai abgeben müssen. Dazu muss ich auch noch einiges schreiben, aber im Grunde läuft’s. Weniger gut geht es mit der Seminararbeit zu Prousts À la recherche du temps perdu  voran (auch für ein Deutsch-Seminar – was ist das nur mit Deutsch-Seminaren und französischen Texten?), die ich eigentlich bis Ende Februar fertiggeschrieben haben wollte. Da steht noch nicht einmal das Konzept. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich mit etwas Zeitplanung gut vorwärtskomme und die Arbeit ohne Stress fertigschreiben kann (mal sehen, wie lange diese Zuversicht anhält).

Ansonsten sieht der Stundenplan ganz ähnlich aus wie auch schon. Die Professoren sind wie immer, den Linguistikprofessor finde ich immer noch doof, auch wenn mich seine Art inzwischen eher amüsiert als nervt und in Literatur komme langsam sogar mit. Am Dienstag hatte ich nach der Vorlesung zum Misanthrope von Molière richtig Kopfschmerzen, weil ich mit den abstrakten Konzepten und den unglaublich komplexen französischen Sätzen des Professors oft einfach nicht mitkomme und mich unglaublich konzentrieren muss, um irgendetwas nachvollziehen zu können. Aber dass ich am Ende tatsächlich verstanden habe, worauf der Professor hinauswollte, war echt ein gutes Gefühl!

In der Schule sind im Moment die letzten drei Wochen vor dem Englisch-Aufenthalt meiner Schüler angesagt. Noch sechs Mal Unterricht – gar nicht so viel, wenn man bedenkt, dass wir noch einiges zu tun haben, wenn sie fit für die Abschlussprüfung sein wollen. Deshalb nimmt die Planung im Moment auch ziemlich viel Zeit in Anspruch. Meine letzte Prüfung war übrigens viel zu einfach. Fast alle hatten unglaublich viele Punkte – Kurzzeitgedächtnis-Lernen scheint sich zu bewähren… Naja, die nächste Prüfung wird dann vermutlich wieder eine Katastrophe. Wie üblich.

Zwei neue Nachhilfeklassen habe ich diese Woche auch noch bekommen. Eine für einen achtwöchigen Vorbereitungskurs zur Lehrabschlussprüfung und eine in einem stinknormalen Nachhilfekurs. Beides ziemlich sympathische Gruppen. Und ich merke, dass ich viel lieber die Nachhilfe- als die Hauptlehrerin bin. Als Nachhilfelehrerin darf ich nett sein, den Schülern auch mal etwas durchgehen lassen und kann intensiv mit den einzelnen Schülerinnen und Schülern arbeiten. In der grossen Klasse ist das leider nicht immer möglich. Vor allem das Strengsein fällt mir zwar nicht unbedingt schwer, aber es hinterlässt immer einen etwas schalen Nachgeschmack. Und natürlich bin ich oft einfach die „Böse“, wenn ich von den Jugendlichen verlange, still zu sitzen und den Unterricht nicht zu stören und ihre Hausaufgaben immer zu machen. Vielleicht muss ich mich daran auch einfach noch etwas gewöhnen – und für die Zukunft gibt’s noch einiges an meinen didaktischen Fähigkeiten zu verbessern.

FS15: Bring it on!

Heute fängt das neue Semester (tatsächlich schon Nr. 11!) an. Also für mich eigentlich erst morgen, denn meine Kurse gehen einmal mehr nur von Dienstag bis Donnerstag. Jap, ihr habt richtig gelesen. Fünf Seminare und Vorlesungen sind es nur, aber die bringen mir insgesamt 27 ECTS. Dazu die beiden Seminararbeiten vom letzten Semester, die ich schändlicherweise doch nicht in den Semesterferien geschrieben habe (Grund siehe hier), und sechs – jaaa sechs – Nachhilfekurse und mein 10. Schuljahr. Langweilig wird mir bestimmt nicht, insbesondere, da ich beschlossen habe, mich nach zwei Jahren Pause dieses Jahr für die Casting-WM zu qualifizieren und die WWF-Lager, die ich im Sommer mitleite ja auch vorbereitet sein wollen. Die einen werden jetzt sagen, ich spinne. Stimmt wohl auch, aber ich war noch nie besonders gut darin, wenig zu machen. Also schaun wir mal, was kommt.

Heute geht’s jetzt erstmal mit einer Schicht im Studentenladen los. Den anderen beim Einkaufen zusehen und über die üblichen Fragen lachen. Und vermutlich ungefähr 250 Mal erklären, wie das jetzt mit der neuen Kopierkarte funktioniert.

Einen guten Semesterstart euch allen!

Erste Semesterwoche

Die erste Woche des Herbstsemesters ist schon fast vorbei und ich kann euch eins sagen: Ich bin K.O. Zum einen hatte ich ganz vergessen, wie anstrengend die Uni sein kann, zum anderen habe ich mir diese Woche eindeutig zu viel aufgehalst. Jeden Abend war irgendetwas los, sodass ich selten vor halb elf ins Bett gekommen bin (ich musste immerhin jeweils spätestens um 6 aufstehen) und ich weiss gerade nicht, wie ich alles, was ich auf nächste Woche lesen und sonst erledigen muss, überhaupt schaffen soll. Ach ja, und ich hab mir am Montag meinen rechten Daumen verstaucht.

Egal, genug gejammert, nun zu den positiven Seiten:

  • Die Pädagogik-Vorlesungen sind weit besser, als befürchtet (will heissen: tatsächlich interessant). Ich glaube, jetzt, wo ich (fast) alles, was ich höre, direkt umsetzen kann, wird das Ganze auch viel leichter zugänglich.
  • Es ist super, meine Freunde wieder zu sehen. Leider bin ich noch nicht allen über den Weg gelaufen, aber nur schon die paar bekannten Gesichter tun richtig gut.
  • Meine WG ist toll. Wirklich. Die letzten zwei Wochen waren echt cool. Und das WG-Essen gestern Abend erst recht. Obwohl ich zu wenig von der veganen Lasagne abgekriegt habe und um elf schon wieder hungrig war.
  • Ich hab am Montag zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder Volleyball gespielt (da habe ich mir auch den Daumen verstaucht) und am Mittwoch war ich mit meiner Schwester im Yoga. Das hat mich zwei Dinge gelehrt: Erstens muss ich mehr Sport machen (der Muskelkater war unerträglich) und zweitens macht Yoga irgendwie noch mehr Spass, wenn noch jemand anderes dabei ist, den man kennt.
  • Endlich wieder richtige Vorlesungen mit Seminararbeiten und Referaten und Forschungsauftrag und überhaupt. YAY!

Das Semester verspricht, richtig, richtig gut zu werden.

(Übrigens: Morgen wird mein Bachelordiplom versendet :-D)

Darauf freue ich mich dieses Semester

  • Wieder mal Germanistik-Veranstaltungen besuchen. So mit Seminararbeit und Referat und allem Drum und Dran. Die letzte ist schon eine Weile her – viel zu lange, wenn ich es mir so überlege. Weiss ich überhaupt noch, wie man eine Seminararbeit auf Deutsch schreibt?
  • Endlich mit Pädagogik anfangen (auch wenn’s irgendwie nur Pflicht ist). So habe ich das Ziel, auf das ich die letzten fünf Jahre hingeschuftet habe, endlich vor Augen.
  • Unterrichten. So richtig, auch wenn’s noch nicht das Gymnasium ist und noch nicht über vier Jahre und so. Aber immerhin 10. Schuljahr und Nachhilfe. Überhaupt, Schüler vor mir haben und das, was ich in den Pädagogikvorlesungen lerne auch gleich verknüpfen und umsetzen können.
  • Sagen zu können, dass ich jetzt im Master studiere. Klingt doch irgendwie cooler als Bachelor, oder?
  • Im Studiladen Erstsemester beobachten. Sich Klischees bestätigen lassen und heimlich darüber kichern, wie euphorisch die alle noch sind und sich mit tonnenweise Büchern eindecken – wir waren ja auch mal so. Jedes Semester wieder spannend und ein Genuss.
  • Mit dem Fahrrad zur Uni fahren (wenn ich mich denn irgendwann dazu überwinden kann).
  • Selber Mittagessen kochen und mitbringen. Die vor Kurzem entdeckte Milchallergie ist schuld, aber eigentlich ist das nur ein guter Grund mehr, es zu tun. Bis jetzt habe ich mich ja sehr erfolgreich davor gedrückt.
  • Mit meiner kleinen Schwester ins Yoga gehen.
  • An meinem neuen Schreibtisch arbeiten. ich find ihn richtig toll, auch wenn er bereits wieder unaufgeräumt ist. Aber das gehört bei mir irgendwie einfach dazu, sonst fühl ich mich nicht so richtig wohl…

Tipps für Erstsemester

Nächste Woche fängt das Herbstsemester an und damit werden viele neue Studis ihren Weg an die UZH und andere Unis und Fachhochschulen finden. Ich weiss noch, dass ich vor meinem ersten Tag an der Uni unglaublich nervös war (wiederkehrende Träume davon, wie ich ohne mein Bahnticket nach Zürich fahre oder versehentlich im falschen Vorlesungssaal lande oder zu spät komme). Aber zum Glück ging’s dann mit dem Eingewöhnen ganz schnell. Und da ich ja jetzt schon ein paar Jahre dabei bin, möchte ich mal ein paar Weisheiten weitergeben in der Hoffnung, dass es jemandem etwas nützen könnte.

1. Keine Panik!
Es geht noch unzähligen anderen genau gleich wie dir: Sie kennen niemanden, haben keine Ahnung, wohin sie müssen und wie das alles hier funktioniert. Ausserdem bedeutet der erste Tag an der Uni für so ziemlich jeden den Start in ein neues Leben – egal, ob sie gerade Matura oder Abitur gemacht oder schon zehn Jahre irgendwo gearbeitet haben und jetzt einen Richtungswechsel vornehmen wollen. Vermutlich sind alle deshalb etwas unsicher. Du wirst garantiert bald ein paar Gleichgesinnte finden und die ersten Wochen sind die beste Zeit dafür! Also versuch, deine Schüchternheit für ein paar Sekunden zu vergessen und frag die sympathische Banknachbarin oder den Banknachbarn, ob du ihr/ihm beim Mittagessen Gesellschaft leisten darfst. Und schon hast du deinen ersten Kontakt geknüpft.

2. Geh in die Vorlesung!
Vor allem in der ersten Woche hilft das nicht nur dabei, die Panik zu bekämpfen, sondern du kriegst dort auch die absolut überlebenswichtigen Informationen (zu Leistungsnachweisen, Podcasts, online verfügbaren Präsentationen oder Zusatzmaterial etc.). In Seminaren werden ausserdem in der ersten Stunde meist die Referatsthemen vergeben – also gib dich nicht mit den paar Krumen zufrieden, die die anderen dir übriglassen (das erste Referat in der zweiten/dritten Woche oder das langweilige Thema, das keinen interessiert).
Auch während des restlichen Semesters ist Präsenzzeit meistens gut investierte Zeit. Du musst nicht den Notizen anderer nachrennen und sparst dir ganz nebenbei auch noch ein paar Stunden Lernaufwand für die Prüfung (weil du ja alles schon mal gehört hast).

3. Geh ins Tutorat!
Wenn du das Glück hast, dass ein Tutorat für deine Vorlesung angeboten wird und du da nicht schon eine andere Vorlesung oder einen anderen überlebenswichtigen Termin hast – GEH. HIN! Ich hab ein paar Tutorate verpasst und glaub mir: Gratis-Tipps von älteren/erfahreneren Studenten und ein paar Stunden Prüfungsvorbereitung weniger sind einfach unbezahlbar! Meistens haben Studenten, die im Tutorat waren, die besseren Noten bei der Prüfung als Studenten, die das Tutorat sausen liessen.

4. Mach mit! Stell Fragen! Geh in die Sprechstunde!
Vor allem wenn der Leistungsnachweis eine Seminararbeit (schriftliche Hausarbeit) ist, kann dir die Sprechstunde und ein paar gut platzierte Fragen in der Lektion einige Bonuspunkte einbringen. Wenn du weisst, wo der Prof seine Schwerpunkte setzt und wie seine Anforderungen genau aussehen, fällt es dir schon viel leichter, eine gute Arbeit zu schreiben. Ausserdem neigen Profs dazu, Studenten, die sie bereits im Unterricht positiv wahrgenommen haben, auch bei der Seminararbeit gut zu bewerten.
(Aber sei bitte nicht der nervtötende Student, der jedes Mal eine superdoofe Frage stellt, nur um gefragt zu haben und der in der Lektion vor der Prüfung alle mit Detailfragen – sprich: „dieser eine Abschnitt auf Seite 387 unten, müssen wir den lernen?“ – in den Wahnsinn treibt!)

5. Such dir ein paar Freunde zum Lernen
Dafür gibt es mehrere Gründe: Erstens macht es in der Gruppe mehr Spass. Zweitens kannst du dir so von anderen die Dinge erklären lassen, die du den Prof nicht fragen willst oder kannst umgekehrt deinen Freunden helfen (man lernt unglaublich viel, wenn man anderen etwas erklärt). Drittens sind Verabredungen zum Lernen mit anderen verbindlicher, als wenn man nur mit sich selbst etwas ausmacht. Viertens sind Lerngruppen eine tolle Gelegenheit, um Leute kennenzulernen.

6. Meide mittags um 12 die Mensa!
Die ist dann einfach rappelvoll. Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen.

7. Die Uni ist nicht nur zum Studieren gut
Such dir ein paar Gleichgesinnte, nutze das Sportangebot, die (meistens) kostenlosen Sprachkurse oder erkunde mal deine Unistadt als Tourist! Es gibt so viel zu entdecken und zu tun! Geniesse diese Zeit, es wird die intensivste, anstrengenste, ermüdenste und die absolut beste Zeit deines Lebens!

Semestervorbereitung I: Module gebucht!

Kleines Statusupdate: Heute war Modulbuchung an der Uni. Auch immer wieder so eine tolle Angelegenheit… Facebook quillt dann in der Regel über von Meldungen wie „verdammt, schon wieder in der Warteschlaufe“ und „Wunschmodule ausgebucht“. War heute nicht anders.

Aber nach einem kurzen Schockmoment, weil das eine Modul schon voll war, habe ich jetzt endlich alle Vorlesungen und Seminare buchen können (scheinbar gab’s dann doch noch ein paar Stornos)! YAY! Das Semester kann kommen 🙂

Semesterstart

Leider war mein Start ins Semester nicht so toll wie ich mir das erhofft hatte. Die erste Leselistenprüfung (Literatur) habe ich gestern zwar bestanden, aber über die Note will ich lieber nicht reden. Blackout. Genau wie an der Französischmatur. Hoffentlich wird das kein Muster bei mir. Aber was solls, am Donnerstag kommt die zweite Prüfung und da muss ich es dann eben besser machen. Irgendwie wird’s schon klappen. Und ich will ja nicht jammern, es hätte schlimmer kommen können.

Jetzt gilt es so oder so, erstmal nach vorn zu sehen. Diese Woche stehen noch ein Seminar und drei Vorlesungen an und die erste Hausaufgabe muss ich am Samstag auch schon abgeben. Ausserdem konnte ich meinen Vorsatz, die bereits bekannte Lektüre schon vor Semesterbeginn zu lesen, wegen der Leseliste auch nicht in die Tat umsetzen. Da habe ich also auch noch einiges zu tun. Und dazwischen arbeite ich noch im Studentenladen. Das ist dafür eine tolle Abwechslung zum Uni-Alltag. Glaubt mir, nirgends gibt es einen Ort, wo man die verschiedensten Studententypen „in freier Wildbahn“ am besten beobachten kann.

Der interessanteste Typ am ersten Semestertag? Erstsemester. Besonders Jus- und Wirtschaftsstudenten. Die armen Leute müssen schon am ersten Tag viel zu viele Bücher kaufen – ich möchte gar nicht wissen, wie viel so ein Jus-Bücherpackage wiegt. Ich hatte am Abend Rückenschmerzen, nur schon weil ich ein paar von denen über den Kassentisch heben musste. Die Oec-Packages sind allerdings auch mit schuldig. Das lustigste ist, dass die meisten Erstsemester ganz euphorisch mit ihren Bücherlisten durch den Laden laufen und jedes einzelne Buch kaufen, das der Dozent auch nur am Rande empfohlen hat. So war ich damals auch – nur steht das eine oder andere Buch, das ich damals gekauft habe, immer noch ungelesen im Regal (ähem).

Ich wünsche euch allen einen tollen Start ins Semester, ganz viel Erfolg bei den Prüfungen und Seminararbeiten und hoffe, ich kann in Zukunft hier wieder ein wenig aktiver sein. Ideen hätte ich genug, nur umsetzen muss ich sie noch 😉