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Vorsätze umsetzen: Zeit effektiver nutzen

Schon letztes Semester habe ich den Vorsatz gefasst, meine Zeit besser einzuteilen und effektiver zu nutzen. Heisst konkret: Weniger Leerlaufzeiten, weniger Herumsitzen zwischen den Vorlesungen, weil ich nicht weiss, was ich mit der einen Stunde, die mir noch bleibt, anfangen soll. Mehr Aufgaben sofort erledigen, anstatt sie einfach vor mir herzuschieben. Auf gut Deutsch also: Meinen inneren Schweinehund überlisten und weniger Zeit mit irgendwelchem Quatsch verplempern.

Das heisst natürlich nicht, dass ich letztes Semester jeden Tag von früh bis spät gearbeitet habe und mir keine Freizeit mehr gegönnt habe. Ich habe den Vorsatz auch nicht jeden Tag umsetzen können. Aber ich habe mir ein paar Strategien zurechtgelegt, mir deren Hilfe ich immerhin ein klein wenig effektiver geworden bin.

Ein wichtiger Punkt für mich war, jede freie Minute zu nutzen. Egal, ob das heisst, dass ich etwas für die Uni lese oder schreibe oder ob ich mir Zeit für einen Kaffee mit Freunden nehme. Dafür mache ich mir jede Woche eine To Do-Liste mit allen Texten, die ich jeweils lesen und allen anderen Aufgaben (ob für die Uni oder privat), die ich erledigen muss. Dann sorge ich dafür, dass ich immer mindestens einen der Texte, die ich noch lesen muss, dabei habe. So kann ich im Zug auf dem Weg zur Uni oder nach Hause lesen oder wenn ich mittags eine oder zwei Stunden Zeit habe. Letztes Semester habe ich es so tatsächlich geschafft, fast immer alle Texte gelesen zu haben.
Was mir auch sehr geholfen hat und jetzt noch hilft, ist in Freistunden oder über Mittag in einen Arbeitsraum oder eine Bibliothek zu sitzen. Auch eine Stunde früher anzureisen und schon vor den ersten Seminaren etwas zu erledigen (gilt natürlich nicht, wenn die erste Vorlesung morgens um ach ist 😉 ) hat meist zur Folge, dass ich schon vieles erledigt habe, bevor die Uni überhaupt angefangen hat. Ich arbeite zwar auf Dauer nicht besonders gerne in der Bibliothek, aber es ist doch sehr erstaunlich, was man in einer Stunde alles erledigen kann, wenn man sich morgens einfach mal aufrafft und an die Uni fährt. Wenn ich dann nämlich in der Bibliothek sitze, arbeite ich in der Regel auch.

Die To Do-Liste an sich ist für mich zu einer absolut überlebenswichtige Hilfe im Uni-Alltag geworden. Wenn ich Hausaufgaben habe, schreibe ich die immer auf die Liste und verringere so das Risiko, sie zu vergessen, weil ich diese Liste jeden Tag mindestens ein Mal ansehe. Ausserdem habe ich mir angewöhnt, grosse Aufgaben gleich in die Teilaufgaben herunterzubrechen. Das heisst, wenn ich auf nächste Woche ein Referat vorbereiten muss, dann schreibe ich mir nicht einfach „Referat“ in meine To Do-Liste, sondern schreibe mir Dinge auf wie „Texte lesen“, „Handout machen“, „Präsentation vorbereiten“ etc. Das hilft dabei, mich nicht wie der Esel am Berg zu fühlen und bringt immer wieder kleine Erfolgserlebnisse, wenn ich wieder etwas als erledigt abhaken kann (hey, man muss sich am Kleinen erfreuen 😉 ).

Und zu guter letzt: Freizeit nicht vergessen! Ich habe festgestellt, dass es mir am meisten bringt, wenn ich mich bewusst dafür entscheide, jetzt einfach mal eine Stunde lang nicht zu arbeiten und stattdessen mit einer Freundin einen Kaffee zu trinken (und mich dafür danach auch wirklich an die Arbeit zu machen), anstatt mich zwei Stunden lang mit dem Gedanken zu quälen, dass ich ja schon längst weiterarbeiten sollte, dazu aber schon längst viel zu müde bin. Auch freie Abende oder ganze freie Sonntage dürfen hin und wieder sein. Wenn man sich die Zeit richtig einteilt und immer dranbleibt, verdienen wir uns so etwas auch 🙂

In diesem Sinne, gutes Gelingen auch im neuen Semester!

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Gute Vorsätze und Semesterplanung

Das Semester ist jetzt auch schon wieder eineinhalb Wochen alt. Der altbekannte Trott ist bereits wieder eingekehrt, die Uni läuft wie ein gut geöltes Uhrwerk. Alles im Lot also. Für einmal habe ich mir zum Semesterbeginn ein paar Vorsätze gefasst, um endlich mal ein paar Dinge zu verbessern, an denen ich mich schon lange störe. Ich möchte sie gerne mit euch teilen und in Zukunft über meine Fortschritte in den verschiedenen Bereichen berichten. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen von euch weiter oder ihr könnt mir noch ein paar Tipps geben. Für Ideen bin ich immer offen.

Alle Pflichttexte lesen: Das war bis jetzt immer ein fast aussichtsloses Unterfangen, denn meistens haben sich bis Mitte Semester die Pflichttexte so hoch gestapelt, dass es einfach nicht mehr ging, oder meine Motivation war so weit im Keller, dass ich schlicht keinen Bock mehr hatte, irgendetwas zu lesen. Aber jedes Mal, wenn ich einen Text nicht oder nur zur Hälfte gelesen habe, war ich anschliessend im Seminar im Nachteil. Das möchte ich dieses Semester verhindern, indem ich versuche, immer alle Pflichttexte so früh wie möglich zu lesen und mir auch Notizen dazu zu machen. Das geht natürlich nur, wenn ich mir eine entsprechende Lesestrategie zurechtlege und mich zeitlich organisiere. Aber dazu später mehr.

Seminararbeiten: Die letzten zwei Semester habe ich eigentlich immer früh genug angefangen, zu schreiben und meistens war ich auch mit der Qualität meiner Arbeiten immer zufrieden. Allerdings muss ich unbedingt an meinen Lesenotizen arbeiten. Ich verliere viel zu viel Zeit damit, Zitatnachweise zu suchen oder Texte ein zweites Mal zu lesen, weil ich aus meinen Notizen nicht mehr schlau werde. Eine Frage, die fürs erste ungeklärt bleiben muss, ist, ob ich ein Literaturverwaltungsprogramm (Citavi z.B.) verwenden will oder nicht. Es hat seine positiven Seiten, aber gleichzeitig würde das heissen, dass ich mehr vom Laptop abhängig werden würde. Vielleicht mache ich mir in einem späteren Post noch Gedanken darüber.

Prüfungen: Wie die jüngsten Erfahrungen gezeigt haben, gibt es hier noch einiges an Verbesserungspotential. Insbesondere sollte ich endlich anfangen, mir einen Lernplan zu machen. Dazu gehören für mich vor allem klar definierte Lernziele und Zwischentermine, bis wann ich was erreicht haben will. Gleichzeitig muss ich auch wieder damit anfangen, Zusammenfassungen und/oder Mind Maps zu den verschiedenen Themen zu erstellen. Und – was besonders wichtig ist – endlich die verschiedenen Lerntechniken, die ich inzwischen gesammelt und mir zum Teil auch schon angeeignet habe, endlich auch mal in die Praxis umsetzen. Für irgendetwas müssen die ja gut sein.

Vorlesungsnotizen: Grundsätzlich muss ich endlich anfangen, meine Notizen nach der Vorlesung nochmals durchzugehen und eventuell zu ergänzen. Zusätzlich habe ich angefangen, in Vorlesungen die Notizen in Mind Map-Form am Laptop zu machen. Soweit klappt das schon ganz gut, aber ich habe sicher noch Verbesserungspotential.

Generelles: Ablenkungen ausschalten (Handy, Facebook etc.), fixe Arbeits- und Pausenzeiten einplanen (sprich: disziplinierter arbeiten), evt. auch Tages- und Wochenziele setzen. Das Thema ist also vor allem Disziplin und Organisation. Die meisten meiner Probleme in den letzten vier Jahren hatten ihren Ursprung darin, dass ich mich völlig planlos einfach ins Getümmel gestürzt habe. Nicht, dass das ganz und gar schlecht wäre, aber ein bisschen mehr Organisation hat noch nie geschadet.

Dann gibt es da noch ein paar Vorsätze wie mehr Sport treiben und wieder mehr Musik machen, die mit der Uni nur wenig zu tun haben. Alles in Allem hängt der Erfolg dieser Aktion vor allem von einer guten Planung ab. Auch an der arbeite ich ständig und werde euch – hoffentlich – bald einmal davon berichten, wie ich das mache.

In Zukunft will ich hier unbedingt auch noch einiges tun. Ich habe ganz viele Ideen, über was ich schreiben könnte und was ich an der Aufmachung des Blogs noch ändern will. Es gibt viel zu tun – ich freu‘ mich drauf!